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Feuerwerk und Böllerei – kein guter Start ins neue Jahr

Feuerwerk in orangen Farbtönen in der Nacht.
Shutterstock.com/NMK-Studio

Jahr für Jahr versetzt die Knallerei an Silvester Haus- und Wildtiere in Angst und Schrecken. Wer Tiere liebt, sollte zum Jahreswechsel auf Feuerwerk verzichten. Wir geben Tipps, wie Sie Ihren tierischen Liebling am Jahreswechsel schützen können.

In der Silvesternacht sind vor allem die Tiere die Leidtragenden. Nicht nur der durch Feuerwerk und Böller ausgelöste Lärm, auch grelle Lichtblitze und beißender Brandgeruch lösen bei den Tieren Stress, Panik und häufig auch Todesangst aus. Und das nicht nur in der Silvesternacht, sondern ebenfalls an den Tagen davor und danach. Viele Hunde verziehen sich rund um den Jahreswechsel aus Angst in den hintersten Winkel der Wohnung, zahlreiche Tiere suchen in Panik das Weite und finden nicht wieder nach Hause zurück. Auch Wildtiere sind stark betroffen, wenn sie bspw. um Mitternacht in ihrem Lebensraum aufgeschreckt werden.

Bündnis „Böllerciao“ fordert Ende des Spektakels
Um der jährlichen „Nacht der Schrecken“ ein Ende zu setzen, hat die Deutsche Umwelthilfe das Aktionsbündnis „Böllerciao“ ins Leben gerufen. Das Bündnis fordert ein Verbot für den privaten Kauf und Gebrauch von Pyrotechnik zu Silvester. Auf der Website www.duh.de, unter dem Reiter „Mitmachen“, können Tierfreundinnen und Tierfreunde die Initiative mit ihrer Unterschrift unterstützen.

Reste von Böllern und Raketen auf dem Gehweg.
Shutterstock.com/Soeren Schulz

Unterstützung auch von Tierschutz- und Umweltverbänden
Zahlreiche Tierschutzverbände haben sich der Initiative „Böllerciao“ angeschlossen, darunter auch der Deutsche Tierschutzbund – zugleich Dachverband des Tierschutzvereins für den Kreis Düren – und das Haustierregister FINDEFIX. Dort werden bereits mit dem Start des Feuerwerksverkaufs, besonders aber an Silvester nach Mitternacht, vor allem Katzen vermehrt als vermisst gemeldet. Auch Umweltverbände unterstützen das Bündnis, denn ein Feuerwerksverbot ist nicht nur aus Tierschutzgründen dringend erforderlich. Laut der Deutschen Umwelthilfe überschreiten die Werte des gesundheitsschädlichen Feinstaubs am 1. Januar vielerorts deutlich die von der Weltgesundheitsorganisation empfohlenen Grenzwerte.

Ebenso hinterlässt das Silvesterfeuerwerk riesige Mengen an schadstoffhaltigem Müll, der zu einem großen Teil in der Natur und somit in Böden, Wasserkreisläufe und schließlich in unsere Nahrungskreisläufe gelangt. Nicht zu vergessen ist auch die erhöhte Brandgefahr, vor allem in Waldgebieten oder im Bereich der landwirtschaftlichen Tierhaltung.

Es ist höchste Zeit für ein Umdenken
Natürlich soll der Jahreswechsel gebührend gefeiert werden – doch privates Silvesterfeuerwerk auf Kosten von Tieren und Umwelt ist der falsche Start ins neue Jahr. Ein gesetzliches Verbot ist längst überfällig. Andere Länder zeigen, wie es gehen kann: In den Niederlanden werden das Abbrennen und der Besitz von privatem Feuerwerk ab dem Jahreswechsel 2026/2027 untersagt sein.

Kleiner brauner Hund sitz ängstlich auf dem Boden unter einem Sessel.
Shutterstock.com/New Africa

Vor allem wer Tiere liebt, ob als Gefährten im eigenen Zuhause oder frei lebend in der Natur, oder sich im Tierschutz engagiert, sollte nicht gleichzeitig Raketen und Böller entzünden. Denn Tiere in Angst und Panik zu versetzen, steht in eklatantem Widerspruch zu echter Tierliebe.

Zum klassischen Feuerwerk gibt es längst moderne, überzeugende Alternativen: Drohnenshows etwa machen eindrucksvoll vor, wie das „Feuerwerk“ der Zukunft aussehen kann – spektakulär, kreativ und ohne Schäden und Leid.

So lassen sich Hund, Katze &  Co. am Jahreswechsel schützen:

  • Einen geschützten Rückzugsort für die Tiere einrichten, am besten bereits ein paar Tage vor Silvester.
  • Fenster, Rollos und Rollläden schließen, um Lärm und Licht zu dämpfen.
  • Die Anwesenheit einer ruhigen, souveränen Bezugsperson vermittelt den Tieren Sicherheit. Übermäßiges Bemitleiden hingegen verstärkt ihre Angst.
  • Gewohnte Spielrituale lenken Hunde und Katzen vom Geschehen draußen ab.
  • Gehege und Volieren in ruhigen Räumen unterbringen und mit einem Tuch abdecken.
  • Außengehege abschirmen und vor Feuerwerkskörpern sichern.
  • Mit Geräusch-Trainings (CDs, Apps) können Tiere frühzeitig und schrittweise an Raketen- und Böllerlärm gewöhnt werden.
  • Unbedingt erforderlich ist die Kennzeichnung und Registrierung des tierischen Schützlings bei FINDEFIX, dem Haustierregister des Deutschen Tierschutzbundes. Nur so können aufgefundene, entlaufene oder entflogene Tiere schnell ihrem Besitzer zugeordnet werden.

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