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Gefahr von Wildunfällen

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Jährlich verunglücken viele Wildtiere im Straßenverkehr. Mit der Umstellung auf die Winterzeit steigt im Herbst das Risiko für Wildunfälle sogar noch an. Wird ein Tier verletzt, ist der Autofahrer verpflichtet zu helfen.

In der dunklen Jahreszeit, besonders aber mit der Umstellung von Sommer- auf Winterzeit, beginnt die gefährlichere Jahreszeit für Autofahrer und Wildtiere. Das Risiko für Wildunfälle erhöht sich nach der Zeitumstellung deutlich, da sich der Berufsverkehr in die Dämmerungsstunden verlagert. Zeitgleich sind dann auch viele Wildtiere auf Nahrungssuche. Autofahrer sollten daher vor allem in waldreichen Gebieten ihre Geschwindigkeit anpassen, so der Deutsche Tierschutzbund.

Erschreckend viele Tieropfer
Neben unzähligen Igeln, Mardern, Greif- und Singvögeln, sterben laut dem Deutschen Tierschutzbund jedes Jahr im Durchschnitt allein etwa 200.000 Rehe und über 20.000 Wildschweine im Straßenverkehr. 263.000 Wildunfälle ereigneten sich nach Angaben der deutschen Versicherer allein im Jahr 2015. Dabei wurden ebenfalls über 3.000 Menschen verletzt, 13 starben. Autofahrer haben es in der Hand, durch eine defensive und umsichtige Fahrweise diesem Tierschutzproblem entgegenzuwirken und die erschreckend hohe Zahl von Tieropfern zu reduzieren.  So lange herannahende Fahrzeuge nicht schneller als 50 bis 60 Kilometer pro Stunde fahren, haben Wildtiere zumindest noch eine Chance zur Flucht. Der Fahrer hat bei einer geringeren Geschwindigkeit die Möglichkeit, rechtzeitig zu bremsen, zu hupen und das Licht abzublenden, damit das Tier einen Fluchtweg finden kann. Vorsicht ist auch geboten, wenn ein einzelnes Reh oder Wildschwein die Straße überquert hat. Denn die Gefahr, dass ihm weitere folgen, ist groß.
 
Fahrzeugführer muss bei Unfall helfen
Zu vermehrtem Wildwechsel kommt es immer dann, wenn die Wildtiere in den Herbstmonaten zwischen ihren Rückzugsgebieten und den abgeernteten Feldern zur Nahrungssuche wechseln. Dann gilt besondere Wachsamkeit, denn in dieser Zeit ereignen sich statistisch gesehen weitaus mehr Wildunfälle als im Rest des Jahres. Ist ein Wildunfall trotz aller Vorsicht passiert, ist der Autofahrer ethisch und gesetzlich verpflichtet, sich um das angefahrene Tier zu kümmern. Darüber hinaus sollte die Unfallstelle abgesichert und die Polizei informiert werden.

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