Landrat Dr. Nolten zum Antrittsbesuch im Tierheim
Wir haben Landrat Dr. Ralf Nolten zu einem Antrittsbesuch in unser Tierheim eingeladen. Gemeinsam mit Dezernent Dirk Hürtgen informierte er sich vor Ort über unsere Arbeit und die aktuelle Situation im Tierschutz.
Der Vorsitzende unseres Tierschutzvereins Jürgen Plinz und sein Stellvertreter Robert Breuer begrüßten den seit rund 10 Monaten im Amt befindlichen Landrat Dr. Ralf Nolten und den für das Veterinäramt zuständigen Dezernent Dirk Hürtgen und hießen die beiden herzlich im Tierheim willkommen.
Unser Tierheim versorgt im Auftrag aller kreisangehörigen Kommunen Fundtiere sowie Tiere aus behördlichen Beschlagnahmungen. Bei einer Führung durch die Einrichtung schilderten die Vereinsvorstände die wachsenden Herausforderungen im Heim. Über 350 Tiere versorgen unsere Pflegekräfte durchschnittlich jeden Tag im Heim. Die jüngste Aufnahmen am Tag des Landratsbesuchs waren ein Uhu und eine Königspython. Allein über 100 Katzen in der täglichen Versorgung spiegeln die sehr hohe Auslastung des Heimes wider. Dazu kommt, dass eine Vielzahl an Hunden heute schon mit großen Verhaltensauffälligkeiten ins Tierheim kommt. Diese müssen erst einmal für die Vermittlung fit gemacht werden.
Seit dem Ende der Corona-Pandemie hat sich die Lage deutlich verschärft. Viele Tiere wurden während der Pandemie spontan über das Internet angeschafft. Aber auch heute noch ist der zu kurz überlegte und emotional begründete Kauf eines Haustieres über das Internet vielfach der Startpunkt einer „Karriere“ für Tiere, die später im Tierheim endet. Denn mit der Zeit sind zahlreiche Halter mit den tierischen Anforderungen überfordert oder haben die steigenden Kosten bspw. für Futter und Tierarzt nicht einkalkuliert.
Daher sind rund 80 Prozent unserer Hunde und Katzen zurzeit Fundtiere oder stammen aus behördlichen Einweisungen. Für Abgabetiere ist nur selten Platz, konnte Landrat Dr. Nolten erfahren. Auch die Kosten für die medizinische Versorgung, Futter, Verhaltenstraining oder Personal im Tierheim sind stark gestiegen. Zugleich geht auch der Fachkräftemangel an unserem Heim, das zurzeit fünf Auszubildende hat, nicht spurlos vorbei.
Dr. Ralf Nolten, der das Tierheim aus früheren Besuchen bereits kennt, war dankbar für die vertieften Einblicke einerseits aber auch für das enorme Engagement von Haupt- und Ehrenamt im Tierheim. Unser Verein bedankt sich herzlich für die gute Zusammenarbeit in den letzten Jahren sowohl mit dem Kreis, als auch mit den Kommunen.

