SPENDENKONTO: SPARKASSE DÜREN · IBAN: DE14 3955 0110 0000 1925 00
Subscribe

Newsletter abonnieren

Bitte rechnen Sie 4 plus 6.

Tiere sind keine Weihnachtsgeschenke

Ein Kitten sitzt zwischen roter Weihnachtsdeko.

Die Anschaffung von Hund, Katze und Co. sollte immer sorgfältig überlegt sein. Tiere zu verschenken – und auch sich selbst ein Tier unüberlegt ‘zu schenken’ – ist keine gute Idee.

Das Weihnachtsfest rückt näher und vor allem Eltern können manchmal der Versuchung nicht widerstehen, ihre Kinder an Heiligabend mit einem "tierischen" Präsent zu überraschen. Immer häufiger kommt es auch vor, dass Menschen sich selbst ein Haustier "schenken", etwa einen Welpen, dessen Rasse momentan "in" ist.

Tierische Überraschungen – keine gute Idee
Tiere sind Lebewesen mit arteigenen Bedürfnissen und sie sollten - egal ob zu Weihnachten, zum Geburtstag oder ohne besonderen Anlass - niemals verschenkt werden. Zwar sind Kinder begeistert wenn ein Hund oder eine Katze unter „unter dem Weihnachtsbaum sitzt", doch häufig weicht die Freude bereits nach kurzer Zeit der Tatsache, dass ein Tier versorgt werden muss, viel Zeit beansprucht und Geld kostet. Erwachsene Beschenkte fühlen von tierischen Präsenten nicht selten überrumpelt. Die neue Situation, Verantwortung für ein Lebewesen zu übernehmen und dies komplett unvorbereitet, überfordert viele Menschen. Eine gute Basis für eine glückliche Tier-Mensch-Beziehung auf Lebenszeit sieht anders aus.

Das Ende vom Lied…
Als Folge von Desinteresse und Überforderung der Besitzer werden tierische Geschenke vielfach einfach abgeschoben. Umtauschen, wie den neuen Pulli oder das Spielzeug, kann man sie nicht. Auch Menschen, die sich selbst unüberlegt mit einem Tier "beschenken", wollen ihren neuen Schützling manchmal einfach nur wieder loswerden. Viele Tiere landen deshalb in den ohnehin schon überfüllten Tierheimen oder werden einfach ausgesetzt. Ein schlimmes Schicksal für den tierischen „Freund“, der eigentlich einer fürs Leben sein soll.

Vermehrt kommt es auch vor, dass die Besitzer das Tier im Internet weiterverkaufen - eine fatale Entscheidung, denn im neuen Zuhause droht dem Tier im ungünstigsten Fall ein ähnliches Schicksal mit einem erneuten Weiterverkauf. Auf diese Weise können Tiere regelrecht zu einem Wanderpokal werden, bevor sie schließlich doch im Tierheim landen.

Warum das Internet der falsche Ort für den Tierkauf ist
Es mag schnell und unkompliziert sein, trotzdem ist das Internet der denkbar schlechteste Ort, um ein Haustier zu kaufen. Im Netz tummeln sich zahlreiche unseriöse Anbieter, die sich nur schwer von seriösen Händlern unterscheiden lassen. Hinter vermeintlich preiswert angebotenen Rassewelpen verbirgt sich nicht selten skrupelloser, illegaler Welpenhandel.

Die Tiere werden vielfach in Zuchtfabriken im Ausland unter tierschutzwidrigen Bedingungen „produziert“. Die Muttertiere werden als Gebärmaschinen missbraucht und Mutter und Jungtiere viel zu früh voneinander getrennt. Nach manchmal stundenlangen Transporten kommen die Kleinen bei ihren Empfängern an. Häufig sind die Tiere nicht geimpft und haben entweder gar keine oder gefälschte Papiere. Viele Welpen sind bei ihrer Ankunft bereits ernsthaft erkrankt, schlimmstenfalls versterben sie kurz nach ihrer Ankunft im neuen Zuhause. Die neuen Besitzer erwartet in diesen Fällen nicht nur eine hohe Tierarztrechnung – auch die emotionale Belastung ist groß.

Ein neues Familienmitglied? Was vorher bedacht werden muss
Bevor man sich für einen tierischen Mitbewohner entscheidet, sollte man die eigene Familien- und Wohnsituation, den finanziellen Spielraum sowie das verfügbare Zeitbudget ehrlich hinterfragen. Ebenso wichtig ist es, die Bedürfnisse des Tiers zu berücksichtigen: Ein großer Hund fühlt sich in einer kleinen Wohnung nicht wohl, und kein Vierbeiner möchte stundenlang allein bleiben. Auch Katzen brauchen Gesellschaft und ihre Kastration kostet Geld. Auch die tierärztliche Versorgung oder Urlaubsbetreuung von Haustieren können hohe Kosten verursachen. Eltern sollten sich außerdem bewusst sein, dass ein Kind niemals allein für ein Haustier verantwortlich sein kann – die Verantwortung liegt immer bei den Erwachsenen.

Ein neues Zuhause für einen Tierheim-Schützling
Wer sich nach gründlicher Überlegungen mit allen Beteiligten für ein Tier entscheidet, kann sich bei uns oder in den benachbarten Tierheimen nach dem neuen Schützling umschauen. Denn dort warten Tiere jeder Art und jeden Alters auf ein neues Zuhause. Die Erfahrungen der Tierheim-Mitarbeitenden mit ihren Schützlingen können darüber hinaus helfen, das passende Tier zu finden. Einem Tierheim-Tier nach gründlicher Vorbereitung ein eigenes, liebevolles Zuhause zu ermöglichen, ist ein wunderbares Geschenk – für Tier und Mensch. Die turbulenten Weihnachtstage sind jedoch kein guter Zeitpunkt für den Einzug des neuen Mitbewohners, auch wenn die Entscheidung gut überlegt ist.

Auch interessant:

Illegalen Welpenhandel nicht unterstützen

Zurück