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Vorsicht Zecken

Eine vollgesaugte Zecke wird mit einer kleinen grünen Zange aus Tierfell entfernt.
Barita/ shutterstock.com

Zecken können gefährliche Krankheiten auf Haustiere übertragen. Erfahren Sie hier, wo sich die kleinen Plagegeister am ehesten festsetzen, wie man sie am besten entfernt, und wie man einen Zeckenbefall vorbeugt.

Einmal richtig schön durchs Hunde- oder Katzenfell „knuffeln“. Eine wahre Freude für jeden Haustierbesitzer, wären da nicht ab und zu diese kleinen anhänglichen Knubbel – Zecken!

In Deutschland sind es nach Angaben der Vereinigung für Veterinärparasitologen (ESCCAP) vor allem der Holzbock, die Buntzecke und die Braune Hundezecke, die sich beim Spaziergang mit dem Hund oder beim Streifzug der Freigängerkatze ins Fell der Tiere verhaken. Der Stich der Zecke, der meist an den dünn behaarten Stellen wie Ohren, Achseln, Kopf, Pfoten oder am Genitalbereich zu finden ist, ist grundsätzlich kein großes Problem. Jedoch können Zecken Krankheiten wie Borreliose, Babesiose oder Ehrlichiose übertragen.

Zecken richtig entfernen
Und da die Übertragung einer Krankheit umso wahrscheinlicher ist, je länger die Zecke ihren Speichel mit dem Blut des Tieres vermischt, sollte sie nach Ertasten so schnell wie möglich entfernt werden. Die ESCCAP rät, die Zecke mit einer Zeckenzange oder einem Zeckenhaken gleichmäßig von der Einstichstelle gerade heraus wegzuziehen – direkt an der Haut ansetzen und dabei nicht zu ruckartig und ohne Drehung ziehen. Bis sich die Zecke löst, kann es rund eine halbe Minute dauern. Verwenden Sie auf keinen Fall die eigenen Finger, damit zerquetschen Sie die Zecke nur.

Wichtig ist ebenfalls, dass Sie die Zecke im Anschluss richtig entsorgen – etwa mit einem Glas zerdrücken oder in hochprozentigen Alkohol (> 40 %), Chlorreiniger oder Desinfektionsmittel werfen. Falls Sie die Zecke nicht richtig entfernt bekommen und sich die Wunde mit den verbliebenen Zeckenresten entzündet, suchen Sie den Tierarzt / die Tierärztin Ihres Vertrauens auf.

Vorbeugende Maßnahmen
Damit es gar nicht zu einem Stich kommt, empfiehlt die ESCCAP Zeckenschutzmittel anzuwenden. Jedoch ausschließlich für das jeweilige Tier zugelassene und hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und Verträglichkeit geprüfte Tierarzneimittel. Der Wirkstoff Permethrin, den Hunde in der Regel gut vertragen, kann für Katzen zum Beispiel lebensgefährlich werden.

Weitere Informationen zum Thema Zecken finden Sie unter www.esccap.de

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