Welche Streu soll es denn sein?
Heutzutage gibt es diverse Varianten an Katzenstreu, man unterscheidet zwischen mineralischer, organischer und Silikat-Streu. Doch welche Streu ist die richtige für die Mieze?
Katzenstreu, wie wir sie heute kennen, gibt es seit den 1940er-Jahren. In diesem Jahrzehnt entwickelte der Amerikaner Edward Lowe die erste Katzenstreu-Mischung aus Bentonit und Schichtsilikat. Zuvor mussten Katzen mit Sand, Sägespänen oder Asche vorliebnehmen. Über die Jahrzehnte wurde die Mischung weiter verfeinert, sodass es heutzutage diverse Varianten gibt.
Minerale, Silikat oder pflanzlich?
Man unterscheidet zwischen mineralischer, organischer und Silikat-Streu. Mineralische Streu besteht aus verschiedenen Tonmineralen wie Bentonit. Diese Streu nimmt gut Flüssigkeit auf, bindet jedoch Gerüche nicht so effizient und staubt. Ganz im Gegensatz zu Silikat-Streu, die meist aus Kieselgel hergestellt wird. Dieses absorbiert geruchsintensive Stoffe und lässt die Flüssigkeit verdunsten. So bleibt die Streu trocken, riecht nicht und ist staubarm. Jedoch ist die Konsistenz durch die recht harten Kügelchen für Katzen gewöhnungsbedürftig.
Organische Streu wird wiederum aus Holzfasern, -pellets oder Maisstroh hergestellt. Diese Varianten sind flüssigkeitsbindend und staubarm. Grundsätzlich sind sie auch biologisch abbaubar, doch Entsorgungsfirmen wie die Abfallwirtschaft Münster weisen darauf hin, dass Katzenstreu mit Urin und Kot nicht in die Biotonne gehört, sondern in den Restabfall. Darüber hinaus ist die Geruchsbindung bei der Streu auf Holzbasis nicht so gut und die Streu auf Maisbasis hat einen Eigengeruch, den die Katze unangenehm finden kann.
Apropos unangenehme Gerüche: Katzenstreu mit Duftzusätzen mag für uns Menschen zwar wohlriechend sein, doch für die empfindlichen Katzennasen und -augen sind die Parfümstoffe sehr unangenehm und nicht gesundheitsfördernd – ein Katzen-No Go!
Klumpend oder nicht
Bleibt noch die Frage: nicht klumpend oder Klumpstreu? Erstere schließt Feuchtigkeit und Gerüche ein, ohne Klumpen zu bilden. Es wird erst der Kot ausgetauscht und die restliche Streu dann, wenn sie keinen Urin oder Geruch mehr aufnehmen kann. Nach Angaben der Tierbedarfshändler sollte dies einmal pro Woche geschehen. Klumpstreu bildet wiederum bei Kontakt mit Flüssigkeit Klumpen. Diese können einfach entfernt werden, sodass die gesamte Streu seltener ausgetauscht werden muss – ein- bis zweimal pro Monat. Für Kitten raten die Fachmärkte nicht klumpende Streu zu verwenden, da ein Katzenbaby mit den Klumpen spielen und sich verschlucken könnte.
Egal, welche Streu Sie am Ende auswählen, schlussendlich entscheidet die eigene Samtpfote, auf welchen Untergrund sie ihre „Geschäfte“ verrichtet.

