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Afrikanische Schweinepest und Corona-Pandemie - eine fatale Mischung

Kleines Wildschwein
shutterstock/by Volodymyr Burdiak

Weitere bestätigte Fälle der Afrikanischen Schweinepest in Deutschland und coronabedingter „Schweinstau“ in Mastbetrieben – im Schatten der medienstarken Fleischindustrie nimmt das Tierleid kein Ende.

Anfang September bestätige das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) den ersten Fall der Afrikanischen Schweinegrippe (ASP) bei einem Wildschwein in Brandenburg. Seitdem hat sich die Anzahl der Fälle auf 49 (Stand 03.10.2020) erhöht, bisher sind die Hausschweinbestände nicht betroffen.

Überblick: Was ist die ASP?
An der schweren Virusinfektion erkranken ausschließlich Wild- und Hausschweine. Die Krankheit verläuft in der Regel tödlich, es besteht jedoch keine Gefahr für den Menschen oder andere Haustiere. Eine Ansteckung erfolgt direkt von Schwein zu Schwein oder indirekt über die Nahrungsaufnahme, beispielsweise von Rohwürsten oder Speiseabfällen. Bei Tiertransporten kann eine indirekte Ansteckung auch über Kot und Schmutz erfolgen. Einen Impfstoff gibt es bisher noch nicht.

Bekämpfung
Da die ASP der Anzeigepflicht unterliegt, müssen auffällige oder tote Tiere dem zuständigen Veterinäramt gemeldet werden. In der Schweinepestverordnung ist der Umgang und die Bekämpfung mit der Seuche geregelt. Sollte ein positiver Fall bei einem Hausschwein auftreten, kann die Behörde die Tötung des betroffenen Bestandes anordnen. Da bisher nur Wildschweine an der ASP erkrankt sind, ist noch kein schweinehaltender Betrieb von dieser Maßnahme betroffen. Um eine weitere Verbreitung zu verhindern, werden unter anderem Jagdverbote ausgesprochen, intensive Fallwildsuche betrieben und die Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen in Schweinemastbetrieben untersucht.
Privatpersonen können ebenfalls helfen, indem unter keinen Umständen Speisereste offen entsorgt werden. Weder im Hausmüll noch an Raststätten oder Parkplätzen. Es gibt seit Jahrzehnten ein Verbot, Küchen- und Speisereste an Haus- und Wildschweine zu verfüttern. Sollten Sie bei einem Spaziergang ein totes Wildschwein auffinden, so berühren Sie es nicht und informieren Sie sofort das zuständige Veterinäramt und die Polizei.

Corona & ASP: mehr Tierleid!
Und wieder tritt ein Teufelskreis auf, der überhaupt erst zum Ausbruch der Krankheiten geführt hat und jetzt die Ausbreitung verstärkt: Der Verzehr von Fleisch und die Profitgier der Industrie! Auch wenn die ASP nicht auf den Menschen übertragbar ist, andere Infektionskrankheiten sind es. Die Fleischindustrie und die damit verbundene Massentierhaltung führen dazu, dass sich die Viren rasend schnell verbreiten und um die ganze Welt gehen. Auch wenn die ASP in Deutschland bisher nur bei Wildschweinen festgestellt wurde, so hat sie dennoch weitreichende Folgen, vor allem in Verbindung mit der Corona-Pandemie. Um Hygienemaßnahmen in den Schlachthöfen einhalten zu können, wurden die Schlachtmengen drastisch reduziert und bei den Mastbetrieben kommt es zum „Schweinestau“, da es keine Abnehmer für die Tiere gibt bzw. keine Kapazitäten vorhanden sind und Exportländer durch den Nachweis der ASP in Deutschland wegfallen. Auch wenn die Fleischindustrie ihre Einbußen bei den Einnahmen beklagt, so sind die Leidtragenden wieder einmal die Tiere. Und erneut werden kleine Feuer punktuell und medienstark gelöscht, während am Brandherd selbst weiter Benzin hineingegossen wird!

Umdenken notwendig
Solange ein Großteil der westlichen Bevölkerung tonnenweise Billigfleisch verzehrt, wird die Industrie dieses auch liefern. Nur ein Umdenken beim Verbraucher wird die Profitgier auf Kosten des Tierwohls Einhalt gebieten können. Helfen Sie mit und verzichten Sie auf den Verzehr von tierischen Erzeugnissen oder schränken ihn zumindest stark ein. Achten Sie beim Kauf auf Tierschutzlabel, beispielsweise wie das des Deutschen Tierschutzbundes „Für mehr Tierschutz“.

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