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CHIO Aachen – Tierleid im Pferdesport

Turnierpferd im Sprung
pixabay.com

Vom 10. bis 19. September 2021 findet in Aachen der CHIO statt. Für die Zuschauer ist der Sport eine Freude, die Tiere hingegen leiden nicht selten unter den fragwürdigen Trainingsmethoden im Pferdesport.

Zum diesjährigen CHIO (Concours Hippique International Officiel) werden in Aachen wieder die besten Reiter und Kutschfahrer der Welt erwartet. Die Sportler können in fünf Kategorien antreten: Spring-, Dressur- und Vielseitigkeitsreiten sowie Fahren und Voltigieren. Um zu den Besten der Besten zu gehören, werden Mensch und Tier bei allen Wettbewerben Höchstleistungen abverlangt. Denn am Ende stehen nicht nur Ruhm und Ehre, sondern auch hohe Preisgelder.

Damit es nach einer harten Ausbildung von Pferd und Reiter auch zu einer guten Platzierung und damit zum wirtschaftlichen Erfolg reicht, gehen nicht alle Reiter und Besitzer der Tiere tierschutzgerecht mit diesen um. So werden die Pferde bei der Dressur teils mit fragwürdigen Methoden geringfügig gemacht und zu untypischen Bewegungsabläufen gezwungen. Bei der sogenannten Rollkur bspw. wird der Kopf des Pferdes über einen längeren Zeitraum hinweg so tief mit den Zügeln nach unten gezogen, dass das Maul des Tieres fast seine Brust berührt. Das Pferd lernt, dass es sinnlos ist, sich zu wehren, egal ob die Übung zu schwierig ist. Die Tiere sind körperlich und psychisch überfordert.

Auch beim Springreiten werden umstrittene Methoden angewandt. Beim so genannten Blistern wird die Haut des Pferdes oberhalb der Hufe mit einer Substanz eingerieben, die eine Entzündung hervorruft. Die so behandelte Körperstelle wird schmerzempfindlicher und ein Anschlagen der Beine an der Stange ist für das Pferd sehr schmerzhaft. Um die Berührung mit der Stange zu vermeiden, ist das Pferd beim Sprung besonders aufmerksam.

Bei der als Barren bezeichneten Methode wird die zu überspringende Stange vor dem Absprung höher gesetzt oder eine dünnere zweite Stange, meist aus Metall, zusätzlich über die erste Stange gelegt. Dadurch werden beim Überspringen durch das provozierte Anschlagen Schmerzen ausgelöst. Das Pferd lernt, beim nächsten Sprung die Beine noch höher anzuziehen. Das Anbringen von Kanthölzern oder U-Eisen an Stangen sowie das Spannen von für das Pferd schwer erkennbaren Drähten haben für das Tier einen ähnlichen, durch Schmerzen erreichten Lerneffekt.

Laut Aussage unseres Dachverbandes, des Deutschen Tierschutzbundes, sind diese, unserer Ansicht nach tierquälerischen Ausbildungsmethoden, Insidern zufolge in Spitzenreitställen üblich.

Menschen lieben Lob und Auszeichnungen. Je „größer“ das Lob ist, umso mehr scheint der Mensch bereit zu sein auf sich zu nehmen, um als Sieger hervorzugehen. Nur beim Sport mit Tieren geht dies leider zu deren Lasten, was vollkommen inakzeptabel ist. Bitte sehen Sie deshalb von einem Besuch das Aachener Weltfestes des Pferdesportes oder anderen „Tiersportwettkämpfen“ ab.

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