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Was ist die Summe aus 3 und 8?

Europa ohne Tierversuche - mehr als 1 Million Stimmen erreicht

Der Kopf eines Äffchens wird zwischen zwei beigefarben behandschuhten Händen festgeklemmt.
Deutscher Tierschutzbund e.V.

Die europäische Bürgerinitiative „Save Cruelty Free Cosmetics" endete am 31. August mit über 1,4 Millionen Stimmen. Die EU-Kommission ist nun zum Handeln aufgefordert.

Nach einer Laufzeit von einem Jahr schloss die Europäischen Bürgerinitiative (EBI) „Save Cruelty Free Cosmetics – Für ein Europa ohne Tierversuche“ demnach erfolgreich ab. Das freut uns, wie auch den Deutschen Tierschutzbund sehr. Unser Dachverband hatte die Bürgerinitiative zusammen mit weiteren Organisationen unterstützt. Allein in Deutschland sprachen sich mehr als 300.000 Bürger gegen Tierversuche aus.

EU-Kommission muss bei über 1 Million validierter Stimmen handeln
Die endgültige Zahl gültiger Unterschriften muss nun zunächst in einem längeren Prozess genau ermittelt werden. Unterschriften in Papierform kommen noch dazu, ungültige Unterschriften werden aussortiert. Erst dann kann die EBI eingereicht werden. Normalerweise können etwa 20 Prozent der Gesamtzahl an Unterschriften ungültige Daten enthalten. Wenn über eine Million validierte Unterschriften erreicht sind, muss die Europäische Kommission die Initiative sorgfältig prüfen. Anschließend muss die Kommission innerhalb von drei Monaten nach Erhalt der Initiative darlegen, welche Maßnahmen sie als Reaktion auf die Bürgerinitiative vorschlägt. Zudem wird es zu einer vollständigen Anhörung im Plenum des Europäischen Parlaments kommen, gefolgt von einer möglichen Abstimmung.

Mit unserem Dachverband bedanken wir uns bei allen, die die Initiative unterstützt haben. Das aktuelle, wenn auch noch vorläufige Stimmergebnis, setzt ein mehr als deutliches Signal: Die Bürgerinnen und Bürger Europas dulden die grausamen und fragwürdigen Tierversuche nicht länger, das Leid in den Laboren muss endlich ein Ende haben!

Aufweichung des Tierversuchs-Verbots für Kosmetika
Zurzeit werden in Europa über 10, 6 Millionen Tiere jährlich in Tierversuchen verwendet. Die Tiere leiden und sterben für die Grundlagenforschung, aber unter anderem auch bei den gesetzlich vorgeschrieben sogenannten Sicherheitsprüfungen für Medikamente oder Chemikalien. Auch wenn es seit 2013 ein Tierversuchs-Verbot für Kosmetika gibt, dürfen Hersteller im Tierversuch geprüfte chemische Substanzen in ihren Kosmetikprodukten verwenden. Denn diese Substanzen werden auch in anderen Produkten wie Reinigungsmitteln, Wandfarben oder Medikamenten eingesetzt. Mittlerweile fordert die Europäische Chemikalienagentur teilweise auch wieder Tierversuche für Inhaltsstoffe, die ausschließlich für Kosmetik verwendet werden. Die europäische Bürgerinitiative spricht sich gegen diese Aufweichung des Verbots aus. Außerdem fordert die Initiative eine Modernisierung der EU-Chemikalienverordnung ohne Tierversuche sowie die Erarbeitung eines konkreten Plans zum Ausstieg aus Tierversuchen. Dazu gehört auch die stärkere Förderung zeitgemäßer, tierversuchsfreier Forschungsmethoden.

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