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Feuerinferno auf Schweinezuchtanlage

Großbrand in der Schweinezuchtanlage in Alt Tellin
Deutscher Tierschutzbund e.V. Landesverband Mecklenburg-Vorpommern

Am 30. März brandte eine Schweinezuchtanlage in Alt Tellin. Alle Ställe standen in Flammen - eine Katastrophe für tausende Tiere, die qualvoll ersticken oder bei lebendigem Leib verbrennen mussten.

Der Deutsche Tierschutzbund, unser Dachverband, berichtete von dem tragischen Vorfall, als die Schweinezuchtanlage ca. drei Stunden in Flammen stand. Der Landesverband des Tierschutzbundes verfolgte die Lage vor Ort. „Die Rauchwolken stehen bis zum Himmel, die Flammen greifen von einem Stall auf den anderen über, die Feuerwehr ist machtlos. Wir erleben hier eine Katastrophe für tausende Tiere, die qualvoll ersticken oder bei lebendigem Leib verbrennen“, berichtete Kerstin Lenz, Vorsitzende des Landesverbands Mecklenburg-Vorpommern. Lenz machte deutlich, dass Feuerinfernos dieser Art keine Seltenheit sind: Erst Ende Februar waren in einer Mastanlage in Kobrow bei Sternberg laut ihrer Aussage 2.000 Schweine verendet. Auch die Anlage in Alt Tellin habe bereits in der Kritik gestanden. Im vergangenen Jahr hätten 1.000 Schweine aufgrund einer defekten Lüftungsanlage sterben müssen. „Uns ist zudem bekannt, dass bereits seit Jahren große Bedenken bezüglich des Brandschutzes in der Anlage Alt Tellin bestanden“, sagt Thomas Schröder, Präsident unseres Dachverbandes. „Grundsätzlich wird trotz bauordnungsrechtlicher Anforderungen noch nicht genug dafür getan, solche Tragödien auf den Anlagen zu verhindern oder ihr verheerendes Ausmaß zumindest zu beschränken.“

Rettungen erschwert wegen großer Tierzahlen
In den Intensivtieranlagen ist ein große Tierzahl üblich, weshalb die Rettung aller Tiere quasi unmöglich ist. Hier sind wir uns mit unserem Dachverband einig, dass dringend Nachrüstung und ein Umdenken in der Schweinehaltung erforderlich sind. Eine Rettung im Brandfall ist nur bei frühzeitiger Brandfeststellung, kleinen Tierbeständen und einem angepassten Haltungssystem möglich. Voraussetzung für einen hohen Rettungserfolg wäre, dass die Tiere idealerweise in Buchten an Außenwänden gehalten werden. Die Tiere könnten so zum Beispiel durch verschiebbare Türen von außen rausgelassen werden, wenn der Stall nicht mehr betretbar ist. Erforderlich sind Haltungsformen, welche die Fortbewegung der Tiere fördern, etwa durch Ausläufe. Stattdessen sind die konventionellen Haltungssysteme bewegungsarm oder sehen sogar eine Fixierung vor, etwa von Sauen im Kastenstand. Bei Ausläufen, die ständig zugänglich sind, können sich die Tiere selbst in den Auslauf retten. Darüber hinaus sollten alle baulich-technischen Brandverhütungs- und Brandbekämpfungsmaßnahmen ausgeschöpft werden – zum Beispiel feuerfeste Materialien, Sprinkleranlagen, Brandmauern oder feuerfeste Türen.

Hier geht es zum NDR-Bericht über den Brand:

https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Alt-Tellin-Ermittlungen-nach-Brand-von-Schweinezuchtanlage,brand7970.html

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