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Fragwürdig - Zirkus mit Tieren in Kindergärten

Modell einer Zirkuskuppel, oberer Teil, mit Fähnchen und in Großaufnahme.
pexels.com/vidal balielo

Verantwortungsbewusste Eltern verzichten heute auf Zirkusbesuche mit ihren Kindern, wenn Tiere in der Manege auftreten. Seltsam, wenn genau diese Zirkusse zu den Kindern kommen.

Sachen gibt's die gibt es nicht. Wo zeitgemäß handelnde Eltern Zirkusse mit Tieren ablehnen, weil diese nicht ohne Tierleid auskommen, gibt es scheinbar Unternehmen, die sich den jungen Klienten durch die Hintertür nähern.

So bietet bspw. der Circus Liaison Zirkusshows u.a. in Kindergärten und Schulen an. Außer Artisten und Clowns sind dabei auch Tierdarbietungen möglich, mit einer Ziege und - wie wir von einer besorgten Mutter erfuhren - mit Hunden, Katzen und Schlangen.

Tiere im Zirkus – Leid und Ausbeutung
Es ist wissenschaftlich bewiesen und in einem großen Teil der Bevölkerung inzwischen angekommen: Tiere im Zirkus leiden, allen voran Wildtiere, die nicht an das Leben mit den Menschen gewöhnt sind. Die Dressur der Tiere erfolgt mit teils fragwürdigen Methoden, ihre Kunststücke führen sie immer wieder unter Zwang aus. Elefant, Tiger und Co. leben zudem in den Zirkussen auf viel zu kleinem Raum, - ihren natürlichen Bedürfnissen können sie nicht nachhaltig nachgehen. In fahrenden Zirkusunternehmen werden die Tiere zudem etliche Male pro Jahr von Aufführungsort zu Aufführungsort transportiert. Deutschland ist eines der wenigen Länder Europas, die wilde Tiere im Zirkus überhaupt noch erlauben.

Leid auch für domestizierte Tiere
Auch wenn es sich bei Hunden, Katzen und Co. um domestizierte Tiere handelt, gehören diese ebenfalls nicht in den Zirkus. Sicher, viele Hunde erlernen geradezu begeistert Kunststücke, bei Katzen bspw. sieht dies aber schon anders aus. Hunde lassen sich mit ein paar Leckerchen als Belohnung normal ohne Zwang und Gewalt dressieren, im heimischen Wohnzimmer, wenn sie Lust dazu haben und mit geduldigen Besitzern. In der Manege oder bei anderweitigen Vorführungen müssen sie ihre Kunststücke jedoch auf Kommando aufführen. Auch immer neue Tricks müssen die Vierbeiner erlernen und das unter Zeitdruck. Dazu kommt, dass auch die meisten der domestizierten Tiere ihre Zeit zwischen den Auftritten in Käfigen, Boxen und Gehegen zubringen müssen und unter Umständen unzureichend versorgt werden.

Falsche Sicht auf Tiere
Natürlich kann ein Zirkus auch ein großer Spaß sein und es sind gerade die Kinder, die von der phantasievollen, bunten Welt fasziniert sind. Es spricht auch nichts gegen einen Zirkusbesuch oder der Auftritt desselbigen in einem Kindergarten  - aber nur solange dabei keine Tiere auftreten. Tiere sind fühlende Lebewesen und keine Objekte, die zur Unterhaltung dienen und dafür vom Menschen – für den finanziellen Profit - ausgebeutet werden. Sich nach der Aufführung von zig fremden Kinderhänden anfassen und streicheln zu lassen, würde wohl kaum ein Tier freiwillig machen, im Gegenteil – es stresst die Tiere meistens. Ein Tier im Zirkus, egal welches, vermittelt jungen Menschen daher ein völlig falsches Bild.

Wir appellieren daher an Schulen, Kindergärten und alle, die auf einer privaten Feier ihren Gäste eine Zirkusshow bieten möchten: Informieren Sie sich vorher gut über infrage kommende Unternehmen. Ein Zirkus hält Tiere und führt diese vor? Unterstützen Sie kein Tierleid, engagieren sie diesen bitte nicht!

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