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Herdenschutzhunde

Hütehund beschützt seine Herde
pixabay.com

Seit der Wolf in Teilen Deutschlands wieder heimisch ist, werden zum Schutz von Schafsherden "wolffreundliche" Hütehunde eingesetzt. Der Einsatz der Herdenschutzhunde soll nun rechtlich reformiert werden.

Bereits seit einigen Jahren fühlt sich der Wolf auch in Teilen von Deutschland wieder heimisch. Schäfer haben einen „wolffreundlichen“ Umgang mit den grauen Raubtieren gefunden: Herdenschutzhunde behüten, beschützen und verteidigen „ihr“ Rudel im Notfall. Nun soll ihr Einsatz rechtlich reformiert werden.
Besonders im Nord-Osten von Deutschland sind Schäfer auf den Einsatz von Herdenschutzhunden angewiesen. Denn dort wurden in den vergangenen zwei Jahren 60 Wolfsrudel beobachtet. Die Tiere gehen ihrem Instinkt nach und jagen, um zu überleben – ein natürliches Verhalten. Verständlicherweise wollen Schäfer jedoch ihre Herden schützen. Wirksames und vor allem tierfreundliches Mittel ist der Herdenschutzhund. Dieser ist loyal, freundlich und beschützend und vor allem bestimmt. Kommt seiner Herde jemand zu nah verteidigt und beschützt er sie.

Reform dringend notwendig
Nun soll der Einsatz der Hütehunde rechtssicher gemacht werden. Bisher mussten Schäfer nämlich mit Klagen rechnen, wenn sie beispielsweise in Naturschutzgebieten keine Schutzhütten aufgestellt hatten. Zudem dürfen die Hunde nicht hinter einem schützenden Elektrozaun gehalten werden. Die Vorschriften müssen überholt werden, da vermehrt robuste Rassen wie z.B. Französische Pyrenäenberghunde für den Schutz vor dem Wolf eingesetzt werden. Denn die Hunde haben ein sehr dichtes Fell, sodass sie auch bei kalten Temperaturen auf Hundehütten verzichten können. Etwas, worunter der Hund Schutz suchen kann, wie z.B. eine Hecke, muss jedoch vorhanden sein, fordern die Verbände. Zudem spricht nichts gegen die Haltung des Beschützers in einem Elektrozaun, solange die umzäunte Fläche groß genug ist. Die Tierschutz-Hundeverordnung soll nun bei Wahrung des Tierschutzgesetzes angepasst werden.

Wolffreundlicher Umgang ist das Ziel
Aus tierschutzrechtlicher Sicht machen diese Vorlagen in diesem Fall wenig Sinn. Zudem machen sie die Arbeit für die Schäfer schwierig bis unmöglich. Der Deutsche Tierschutzbund unterstützt das Vorhaben und hat sich mit acht weiteren Verbänden an dem Entwurf beteiligt, damit der Wolf weiterhin auf natürlich Art und Weise von Schafen ferngehalten werden kann.

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