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Hilfe bei der Reptilienversorgung

Drei Frauen und zwei Männer stehen in einer Reihe und halten ein Bild hoch. Davor ein mittelgroßer Hund mit Hundemantel.

Die Zahl der angenommenen Reptilien steigt auch in unserem Tierheim. Wir freuen uns daher sehr über die Hilfe der Ernst und Emma Schäfer-Stiftung, die die Finanzierung wichtiger Weiterbildungskurse im Bereich der Reptilienversorgung übernimmt.

In den Tierheimen steigt die Zahl der gefundenen oder abgegebenen Schlangen, Echsen oder Skorpione rasant an. Da kommt die Unterstützung der Ernst und Emma Schäfer-Stiftung für uns gerade zum richtigen Zeitpunkt. Die Stiftung unterstützt die Einrichtungen in der Region zentral über unser Tierheim bei der Fortbildung der Tierpflegekräfte zur besseren Aufnahme und Erstversorgung der anspruchsvollen Exoten. Organisiert und durchgeführt werden die Fortbildungs-Lehrgänge von und in der Reptilienauffangstation in der StädteRegion Aachen.

Stiftungsvorstände besuchen Reptilienauffangstation
Während ihres Besuchs des Schulungsorts in Stolberg machten Rechtsanwältin Johanna Werres und Rechtsanwalt Dr. Helmut Irmen vom Vorstand der Ernst und Emma Schäfer-Stiftung sich persönlich ein Bild von der umfangreichen Reptilienversorgung. Das Auffangzentrum besteht seit 2014 und kümmert sich u.a. um Schildkröten, Bartagamen, Leguane, Echsen und ungiftige Schlangen. Für eine Weiterbildung, sowohl in der Theorie als auch in der Praxis ist das Zentrum der ideale Ort, meinen auch die beiden Stiftungsvorstände.

Unser Vereinsvorsitzender Jürgen Plinz, der ebenfalls vor Ort war, beklagte die fehlenden Gesetze zum Schutz der Tiere. In NRW kann sich praktisch jeder ein exotisches Haustier anschaffen, ohne über spezielle Sachkenntnisse zu verfügen. Besitzer, die mit der Haltung ihrer Schützlinge überfordert sind, setzen die Tiere häufig einfach aus. Die erste Anlaufstelle für die Fundtiere ist dann das Tierheim. Dort allerdings gestaltet sich die Versorgung von Reptilien sehr schwierig. Es fehlt sowohl an einer adäquaten Ausstattung als auch an spezialisierten Tierpflegerinnen und Tierpflegern. Aus diesem Grund hat sich unser Tierheim bereits vor Jahren zu einer Kooperation mit der Reptilienauffangstation in Stolberg entschlossen. Nach einer Erstversorgung bei uns übernimmt die Station die exotischen Schützlinge und kümmert sich ebenfalls um deren Vermittlung in sachkundige Hände. Was uns aber nach wie vor große Sorge bereitet, ist die Erstversorgung der Tiere. Zwar haben unsere Pflegekräfte eine hochwertige, dreijährige Ausbildung absolviert, die auch die Versorgung von Reptilien beinhaltet, aber es fehlt einfach an Erfahrung mit diesen Tieren. Oft liegt die Ausbildung auch schon Jahre zurück. Im ungünstigsten Fall sind die Pflegekräfte sich bei der Ankunft eines exotischen Gastes nicht sicher, was für ein Tier sie vor sich haben. Bisher sind wir glücklicherweise mit einem blauen Auge davongekommen, aber die Risiken sind trotzdem da. Im Sommer brachten uns Tierfreunde bspw. einen kleinen Skorpion, der sich zum Glück auf Nachfrage bei den Experten als ungiftig erwies.

Fundiertes Wissen gibt mehr Sicherheit
Für die Zuwendung der Ernst und Emma Schäfer-Stiftung und deren breitgefächertes Engagement im Tierschutz sind wir überaus dankbar. Die Stiftung versteht unsere Sorgen und Nöte rund um die Tiere. Durch die Fortbildungen werden unsere Pflegekräfte sicherer, was letztlich auch den unter Stress eingelieferten Tieren zugutekommt. Mit den Kursen sind wir gut gewappnet für die Zukunft, vor allem, weil durch die steigenden Energiekosten ein weiterer Anstieg an exotischen Fundtieren zu erwarten ist. Denn wenn ein Terrarium mit Wärmelampen tropische Temperaturen vorhalten muss, dann betragen die Stromkosten im Monat nun das zwei- bis dreifache, verglichen mit früher. Das wird sicherlich Folgen haben.

Für das Tierwohl in der Region
Die Ernst und Emma Schäfer-Stiftung wurde 2019 gegründet. Die Liebe der Stiftungsgründer Ernst und Emma Schäfer zur Natur und zu den Tieren wurde bereits in deren frühester Kindheit geprägt. Als ihr einziger Sohn früh verstarb, entschieden die Eheleute sich, ihr Vermögen in Form einer Stiftung zum Wohl der Tiere in der Region einzusetzen.

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