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1. Juli - Tag der Tiertransporte

Rind
pixabay.com

Zum Tag der Tiertransporte erinnern wir an das Leid von über vier Millionen Tieren, die jedes Jahr unter grausamen Bedingungen aus der EU in Drittländer exportiert werden.

Die Tiere reisen bis nach Zentralasien und Nordafrika und sind dabei oft tagelang unterwegs. Während der Transporte leiden sie unter langen Wartezeiten an der Grenze, fehlenden Ruhepausen, hohen Temperaturen und engen Platzverhältnissen. Bei hochsommerlichen Temperaturen sind die Strapazen für die Tiere besonders groß. Neben den unwürdigen Transportbedingungen stellt auch die Schlachtung in den Drittstaaten ein schweres Tierschutzproblem dar.

Forderung an Länder und Bund
Die Missstände und grausamen Bedingungen beim Export europäischer Schlachttiere und deutscher Zuchtrinder in Drittstaaten sind lange bekannt und vielfach dokumentiert. Die Bundesländer Brandenburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland Pfalz und Sachsen fertigen dennoch auch weiterhin direkte Transporte in Drittstaaten ab. Unser Dachverband - der Deutsche Tierschutzbund - fordert bereits seit vielen Jahren ein Ende von Lebendtierexporten in Drittländer und hat sich schriftlich an die genannten Bundesländer gewandt: Die zuständigen Landesministern werden zu Verbesserungsmaßnahmen aufgefordert, damit die seit langem bekannten und immer wieder dokumentierten tierschutzwidrigen Praktiken bei Langstreckentransporten beendet werden. Gleichzeitig appelliert unser Dachverband an Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner, endlich auf Bundesebene aktiv zu werden. „Die Beschlüsse der letzten Agrarministerkonferenz und des Bundesrats, die einen Ausstieg aus Lebendtiertransporten fordern, müssen sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene zeitnah umgesetzt werden“, fordert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.

Nur drei Bundesländer wollen den Tierschutz voranbringen
Laut einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs von 2015 sind Tierschutzbestimmungen bis zum Ziel einzuhalten. Klar ist, dass dies von den abfertigenden Amtsveterinären kaum sichergestellt werden kann. Bayern, Schleswig-Holstein und Hessen hatten daher beschlossen, keine Transporte mehr in Drittländer abzufertigen. Per Gerichtsentscheid sind sie jedoch gezwungen, Transporte in andere Bundesländer, zum Beispiel nach Niedersachsen, zu erlauben – von wo die Tiere dann weiter in Drittstaaten wie Marokko gehen. „Momentan wollen drei Bundesländer - Bayern, Schleswig-Holstein und Hessen – den Tierschutz voranbringen, während andere Bundesländer derzeit noch vor Maßnahmen gegen solche Transporte zurückschrecken“, kritisiert Schröder.

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