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Illegaler Tiertransport gestoppt

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Die Polizei hat in Bayern einen illegalen Tiertransport gestoppt. In dem aus Tschechien stammenden Transporter befanden sich mehr als 7000 Kleintiere und geschützte Exoten. Die Tiere wurden auf die umliegenden Tierheime verteilt.

Am 15. Oktober 2017 wurde in Bayern der bisher wohl größte illegale Tiertransport gestoppt und mehr als 7000 Tiere beschlagnahmt. Neben Ratten, Mäusen, Kaninchen und Meerschweinchen befanden sich auch geschützte Exoten in dem Kastenwagen, der ursprünglich aus Tschechien stammt. Die Tiere wurden auf die umliegenden Tierheime in Bayern und in anderen Bundesländern verteilt, wobei die hohe Anzahl der Tiere die Kapazitäten der Unterbringungsmöglichkeiten übersteigen. Maßgeblich an der Rettungsaktion beteiligt war der Landesverband Bayern des Deutschen Tierschutzbundes, unseres Dachverbandes.

Tiere sollten als Futtertiere verkauft werden
Der Deutsche Tierschutzbund geht davon aus, dass die Tiere in Belgien als Futtertiere verkauft werden sollten. Sowohl unser Dachverband als auch der Landesverband Bayern kritisieren die Missstände dieser Tiertransporte scharf. Die betroffenen Tiere sind oft völlig entkräftet oder krank, für viele kam die Hilfe in Bayern zu spät – sie waren bereits verstorben. Außerdem besteht die Forderung nach einer angemessenen Unterstützung für die Tierheime, die die beschlagnahmten Tiere aufnehmen und versorgen. „Die Tierheime sind schon mit den vielen Hundewelpen aus illegalen Transporten extrem beansprucht. Dieser tierschutzwidrige Transport sprengt alle Dimensionen“, so Thomas Schröder, Präsident unseres Dachverbandes. Er ist sich mit der zuständigen Landesvorsitzenden des Deutschen Tierschutzbundes in Bayern, Nicole Brühl, einig: „7.000 Tiere! Das muss ein Weckruf für die bayerische Landesregierung, aber auch für den für Tierschutz zuständigen Bundesminister sein und endlich Konsequenzen nach sich ziehen.“ „Die Versorgung der geschwächten und kranken Tiere aus illegalem Handel stellt unsere Tierheime immer wieder vor große Herausforderungen und verursacht enorme Kosten, auf denen sie häufig sitzen bleiben – so kann das nicht weitergehen“, ergänzt Schröder.

Zusammengepfercht und ohne Futter und Wasser
Die Tiere in dem tschechischen Transporter hatten weder Wasser noch Futter und wurden in viel zu engen Kisten zusammengepfercht. Oft liegen bei der Haltung, dem Transport und der Tötung sogenannter Futtertiere tierschutzrelevante Zustände vor. Die Tiere werden ungerechterweise als Tiere zweiter Klasse gehalten, was nicht dem Grundgedanken des deutschen Tierschutzgesetzes entspricht, denn jedes Tier – auch Wirbellose – muss nach §2 des Tierschutzgesetzes der Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernährt, gepflegt und verhaltensgerecht untergebracht werden.

Lückenlose Aufarbeitung gefordert
Außerdem befanden sich auf dem Transport unzulässigerweise Babymäuse und -ratten ohne ihre Mutter, obwohl sie noch nicht entwöhnt waren. Das heißt, der Transport hätte nie in Tschechien starten dürfen. Der Deutsche Tierschutzbund hofft auf eine lückenlose Aufarbeitung dieses illegalen Transportes seitens der Behörden, nicht nur wegen der fehlenden Dokumente, sondern auch vor allem aufgrund des Tierleids, das durch die Transportmissstände von den Händlern willentlich in Kauf genommen wurde.

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