SPENDENKONTO: SPARKASSE DÜREN · IBAN: DE14 395 501 100 000 192 500

Keine Tiere aus dem Internet – auch nicht zu Weihnachten

Welpte wird tierärztlich untersucht
pixabay.com

Im Internet werden zahlreiche Haustiere wie Waren zum Kauf angeboten. Viele Anbieter sind dabei nicht seriös und aus Profitgier wird Tierleid in Kauf genommen.

Vor allem Hundewelpen sind betroffen von den illegalen Machenschaften. In Vermehrerfabriken im Ausland nimmt das traurige Elend seinen Anfang. Denn die Welpenmaschinerie ist ausschließlich auf Masse auslegt und nicht auf die Gesundheit und das Wohl der Tiere.

Nicht auf Fotos hereinfallen!
Am Beispiel der Welpen nutzen dubiose Tierhändler in ihren online-Anzeigen niedliche Bilder der kleinen Hunde, denen kaum ein Tierliebhaber widerstehen kann. Was folgt sind mehr oder weniger spontane Käufe, die das Tierwohl massiv gefährden. Denn wie die Realität aussieht, ist auf dem Foto nicht sichtbar. So werden die Muttertiere als Gebärmaschinen missbraucht und die Hundekinder viel zu früh von der Mutter getrennt. Fehlende Impfungen und medizinische Versorgung sind der Grund, weshalb viele der kleinen Hunde ernsthaft erkranken und schlimmstenfalls sterben. Einen guten Züchter, der evtl. bei einem Dachverband eingetragen ist, sucht man in den Verkaufsportalen vielfach vergebens.

Tiere sind keine Geschenke
Insbesondere zum bevorstehenden Weihnachtsfest ist ein rapider Anstieg der online-Welpenverkäufe zu erwarten – Hunde, die zum Fest verschenkt werden sollen. Auch andere Tiere, wie Katzen, Kaninchen & Co. landen leider trotz aller Aufklärungsarbeit immer noch auf dem Gabentisch. Dazu sagen wir erstens ganz klar: „Tiere sind keine Weihnachtsgeschenke“! Ein Tier ist ein fühlendes Lebewesen mit eigenen Bedürfnissen und kein Gegenstand, den man zurückgeben oder unbenutzt lassen kann, wenn er nicht gefällt. Wer sich ein Tier anschaffen möchte, darf auf keinen Fall unüberlegt handeln. Und zweitens: Jeder, der zu Weihnachten und anderweitig einen Welpen oder ein anderes Tier über das Internet kauft, befeuert das Geschäft mit dem Tierleid und sorgt für neuen Nachschub aus der Tierproduktion.

Tiere als Tröster im Lockdown
Während des ersten Corona-bedingten Lockdowns im Frühjahr stieg die Nachfrage nach Tieren und jetzt im Lockdown-light wächst das Interesse der Menschen nach einem Mitbewohner auf vier Pfoten erneut. Bei uns im Tierheim gab es zahlreiche Anfragen für Hund, Katze und Co. Das ist verständlich, denn ein tierischer Schützling leistet uns Menschen Gesellschaft und kann in schwierigen und einsamen Zeiten Trost spenden. Doch was kommt nach Corona? Was passiert, wenn man statt Homeoffice wieder an den Arbeitsplatz muss und der Hund nicht alleine bleiben kann? Wer kümmert sich um Bello, Mieze und Mümmel wenn man wieder reisen oder ausgehen möchte? Um das Tierwohl nicht zu gefährden, mussten und müssen wir manche Anfragen für Tiere leider ablehnen. Bei Käufen im Internet passiert das hingegen nicht - auch nicht in Corona-Zeiten oder vor Weihnachten. Hier zählt nur das schnelle Geld und niemand stellt dem zukünftigen Tierbesitzer kritische Fragen. Schlussendlich enden zahlreiche online-Käufe für das Tier in einer Tragödie. Der Besitzer will seinen neuen Schützling wieder loswerden und gibt ihn weiter - im schlimmsten Fall einige Male, vielleicht erneut über das Internet. Unsere Erfahrung mit tierischen Weihnachtsgeschenken legt nahe, dass manche Hunde und Co. regelrecht zum Wanderpokal werden, der am Ende einer traurigen Odyssee oft dann doch noch im Tierheim landet. Ähnliches befürchten wir auch nach Corona.

Tiere nie im Internet kaufen
Wenn Sie darüber nachdenken, einen Hund oder ein anderes Tier als neues Familienmitglied bei sich aufzunehmen, so kaufen Sie bitte unter keinen Umständen im Internet! Bei uns im Kreistierheim aber auch bei den Tierheimkollegen in der Nachbarschaft warten viele tolle Tiere auf eine zweite Chance. Unsere professionellen Pflegekräfte kümmern sich um eine Vermittlung und ihnen ist immer an einer perfekten Mensch-Tier Kombination gelegen.

Keine Tiervermittlung ab 14. Dezember
Damit keiner unserer Schützlinge unter dem Weihnachtsbaum landet, findet in unserem Tierheim vom 14.12. bis zum 26.12.20 keine Tiervermittlung statt. Interessenten sind trotz dieser Maßnahme willkommen, ein Tier nach Terminabsprache schon mal kennenzulernen. Bereits laufende Vermittlungen werden selbstverständlich fortgeführt.

Zurück

Weitere Nachrichten:

Spendenübergabe im Fressnapf-Markt DN-Rölsdorf

Bei der jüngsten Weihnachtsspendenaktion der Fressnapf-Märkte im Kreis Düren kamen durch die Hilfe unzähliger Tierfreunde Waren im Wert von über 13.500,- EUR für unsere Schützlinge zusammen. Wir sagen allen unseren Unterstützern von Herzen Dankeschön…

Hundewelpe

Zum Leidwesen der betroffenen Tiere boomt der illegale Welpenhandel bereits seit vielen Jahren. Mit der Corona-Pandemie stieg die Zahl der Fälle im letzten Jahr während der Sommermonate sogar noch an...

Reuse zum Hummerfang

Bis der Hummer weltweit auf den Tellern landet, hat er bereits wochen- oder gar monatelang Höllenqualen durchlitten. Sein Fleisch gilt als Delikatesse und exquisite Köstlichkeit – und genau das wird dem sensiblen Krustentier zum Verhängnis …

>> Nachrichten-Archiv <<