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Lebendtiermärkte in Asien

Fledermaus
pixabay.com

Lebendtiermärkte haben in vielen Ländern Asiens eine lange Tradition. Doch das Tierleid und die hygienischen Bedingungen auf den Märkten sind unvorstellbar. Auch wenn die Problematik nicht einfach zu lösen ist muss sich endlich etwas ändern.

Die so genannten wet markets oder Lebendtiermärkte in Asien sind seit dem vermeintlichen Ausbruch der COVID-19-Pandmie auf dem Markt in der chinesischen Stadt Wuhan in aller Munde. Direkt zu Beginn soll an dieser Stelle betont werden, dass es noch immer nicht wissenschaftlich geklärt oder bestätigt ist, wo das Corona-Virus seinen Ursprung hat und wie es auf den Menschen übertragen wurde.
 
Was sind wet markets?
Die Lebendtiermärkte haben eine lange Tradition und werden von der Bevölkerung als Kulturgut wahrgenommen. Die Schriftzeichen heißen übersetzt „Marktplatz“ und der Begriff wet market geht auf die durchnässten Böden der Märkte zurück. Sie werden regelmäßig abgespritzt, um die Spuren der Schlachtungen fortzuspülen und zusätzlich stammt die Nässe von geschmolzenem Eis, welches das Fleisch bzw. den Fisch frisch halten soll.
 
Grausam, blutig und voller Tierleid
Für die westliche Welt und deren Verständnis für Tierschutz, sind diese Märkte inakzeptabel. Die verschiedensten Tiere werden dort verkauft: Schweine, Hühner, Katzen und Hunde, bis hin zu Fledermäusen und weiteren exotischen Wildtieren.  Zum Teil noch lebend und auf engstem Raum zusammengepfercht, warten die verängstigen und oftmals verletzten Tier dort auf ihre Käufer oder auf ihre direkte Schlachtung. Die noch blutenden Kadaver werden zum Kauf angeboten, die katastrophalen hygienischen Standards in China sind nicht mit denen in Europa zu vergleichen. Verkäufer und Kunden fassen die Leichenteile ohne Handschuhe an, mancherorts hat das Fleisch bereits den Verwesungsgrad erreicht. Und obwohl die Vogelgrippe, SARS und MERS ihren Ursprung auf ebendiesen Märkten hatten, werden daraus kaum oder gar keine Konsequenzen gezogen. In Hongkong ist der Verkauf von Hühnern seit den 90er Jahren offiziell verboten, auf anderen Märkten in Asien werden sie weiter angeboten, eingesperrt in enge Drahtkäfige mit zum Teil schon geschlachteten Artgenossen.  Selbst wenn die Bedingungen nach Ausbrüchen von Krankheiten verschärft werden oder die Märkte geschlossen werden, wie derzeit in China, so sind diese Maßnahmen oft nur von kurzer Dauer. Maßnahmen werden wieder gelockert und die Märkte dürfen wieder eröffnen. Bis es nach einer unvorhersehbaren Zeit wieder zu einem Ausbruch kommt. Ein Teufelskreis …
 
Generelles Umdenken nötig
Schlussendlich wird es nicht genügen, nur die Schließung der wet marktes in Asien zu fordern. Um Zoonosen (Infektionskrankheiten die bei Mensch und Tier vorkommen und gleichermaßen übertragen werden) auch in Zukunft zu verhindern, müssen alle Lebendtiermärkte auf der Welt verschwinden. Auch die Märkte hier in Deutschland.
Wenn jeder bei sich selbst beginnt und Fleisch, Milchprodukte und Eier von seinem Speiseplan streicht oder zumindest stark reduziert, kann sofort dazu beitragen werden, dass Pandemien in Zukunft erst gar nicht ausbrechen. Jedes Leben ist kostbar!

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