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Oh happy day! Abschlussprüfung bestanden

Eine junge Frau in blauer Kleidung mit einem Blumenstrauß in der einen und Luftballons in der anderen Hand.

Unsere Mitarbeiterin Pia Gran hat im Sommer ihre Abschlussprüfung  zur Heim- und Pensionstierpflegerin bestanden. Hier berichtet sie von einem aufregenden Prüfungstag und ihre Vorbereitung darauf.

Text: Pia Gran

Gefühlt hatte ich gerade erst für die Sommerausgabe unseres Vereinsmagazins, der „Tierschutz-Info“, einen Artikel über meine Ausbildung im Kreistierheim geschrieben und plötzlich war es dann so weit: Die Abschlussprüfung zur Tierpflegerin stand an! Am 13.06.2022 fand die praktische Prüfung statt, dieses Jahr an meinem Ausbildungsort. Fluch und Segen zugleich! In der praktischen Abschlussprüfung geht es vor allem um das Handling der verschiedenen Tiere und um die Arbeitssicherheit dabei. Man kennt die Tiere hier und weiß dann in der Prüfung, wie man das Tier halten muss. Das verleitet jedoch dazu, unvorsichtig zu sein und die Arbeitssicherheit zu vernachlässigen, was die Prüfer zum Punktabzug veranlasst.

Umgang mit den Tieren üben
Dennoch hieß es für mich im Vorfeld, den Umgang mit den Tieren fleißig zu üben und sie zu beobachten, um sie einschätzen zu können. Bei Hunden, vor allem wenn sie neu und unbekannt sind, ist die richtige Beurteilung sehr wichtig. Kann man den Zwinger gefahrlos betreten, um sich dem Hund zu nähern oder zeigt das Tier mit der Körpersprache deutlich, dass es keinen Kontakt wünscht? Auch die Wahl des Materials ist sehr wichtig: zum Beispiel das richtige Halsband oder die passende Leine für die Größe des Hundes.

Ein hellbeiger Welpe mit blauen Augen, sitzend, wird von zwei Händen gehalten.

Es gehört einiges dazu, sich für die Prüfung vorzubereiten. Auch bei den Kleintieren wird so manches gefordert: unter anderem das Wissen über die Tragzeit der verschiedenen Arten, um bei Fundtieren auf möglichen Nachwuchs vorbereitet zu sein. Auch die gängigen Krankheiten muss man kennen, ebenso wie man über in Frage kommende Impfungen und deren Zeitpunkt Bescheid wissen muss. Der Wissensumfang ist größer, als die meisten Menschen vermuten würden.

Jedes Jahr neue Aufgaben
Julia Müller, Revierleiterin Quarantäne in unserem Tierheim, ist als Ausbilderin zur Abnahme der Prüfungen qualifiziert. Die Ausrichtung der fünf bis sechs Prüfungsstationen war somit ihre Aufgabe. Mit den Vorbereitungen hatte ich natürlich nichts zu tun, aber ich sah, wie viel Arbeit meine Kolleginnen und Kollegen damit hatten. Die Prüfungsstationen erwarten das Know-how zum Versorgen und Halten der häufigen Tierheimarten wie Hund, Katze und Kleintier (Kaninchen, Meerschweinchen).

Dazu kommt eine Station zu den etwas „exotischeren“ Tieren, die nicht so häufig in Tierheimen zu finden sind. Dazu gehören etwa Huhn oder Schaf, aber eben auch richtige Exoten wie Schlangen, Echsen oder Schildkröten. Bei den Stationen geht es meist um die Gehegeeinrichtung, Anforderungen an die Haltung sowie Futter und Artbestimmung. Hierzu gehört auch das Bestimmen verschiedenster Pflanzen und ob diese giftig für das Tier sind oder nicht. Welche Tierart in welchem Umfang an den Stationen geprüft wird, entscheidet der Prüfungsausschuss der IHK jedes Jahr neu.

Eine junge Frau in Tierheim-Kleidung behandelt ein graues Huhn mit Spray.

Aber auch das Desinfizieren will gelernt sein. Eine Box oder einen Raum auszumessen und die richtige Menge Desinfektionsmittel zu berechnen, gehört zu den typischen Aufgaben, genauso wie die Wahl des geeigneten Desinfektionsmittels. Das Bereitlegen der persönlichen Schutzausrüstung, wie sie für das jeweilige Mittel vorgegeben ist, darf natürlich auch nicht fehlen.

Prüfer nahmen Nervosität
Die praktische Prüfung kann für die angehenden Tierpflegekräfte durchaus drei Stunden dauern und ist sehr nervenaufreibend. So auch für mich und die anderen Prüflinge, die ebenfalls ihre Ausbildung in einer Tierschutzeinrichtung oder einer Tierpension in NRW absolviert hatten. Jedoch gaben sich die meisten Prüfer große Mühe, uns die Angst zu nehmen und das Beste aus uns herauszuholen. Die Prüfer sind Lehrer der Berufsschulen, Ausbilder in den Betrieben oder andere gelernte Tierpfleger mit Ausbildungsberechtigung. Einige Gesichter an den Stationen kennt man daher, was mir persönlich sehr geholfen hat.

Abschluss mit Erfolg
Zum Schluss natürlich noch mein Prüfungsergebnis: Bestanden! Ich bin sehr froh, dass die Ausbildung und die Prüfung jetzt hinter mir liegen und ich nun richtig ins Berufsleben einsteigen kann. Ich freue mich auf weitere Jahre im Kreistierheim Düren, mit neuen, spannenden Herausforderungen.

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