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So viele ausgesetzte Tiere wie noch nie

Eine Kaninchenmama liegt mit mehreren Jungtieren in einem Schutzhäusschen.

Unser Tierheim ist schon seit Wochen rappelvoll, die Urlaubszeit merken wir deutlich. Vor allem Kaninchen und Katzen werden einfach ausgesetzt.

Seit Anfang der Sommerferien haben wir rund 135 (!) Fundtiere aufgenommen. Davon wurden um die 25 wieder von ihren Besitzern abgeholt – diese Tiere waren wohl nur ausgebüxt. Bei den restlichen muss man davon ausgehen, dass sie ausgesetzt wurden, die Auffindesituation spricht hier meistens Bände. Eine Kaninchenmutter wurde bspw. mit ihren vier Jungen in einem Karton an der Rur gefunden. Eine weitere Gruppe, bestehend aus sieben Kaninchen, fanden Passanten auf einer Wiese. Drei der Tiere hoppeln jetzt bei uns durchs Gehege, eins wurde bereits vermittelt, die anderen sind momentan auf der Krankenstation. Jeden Tag kommen neue Fundtiere dazu, immer wieder sind vor allem die Jungtiere krank und müssen medizinisch versorgt werden. Inzwischen sind wir mit unseren Kapazitäten am Limit. Neben Kaninchen bilden Katzen zurzeit die größte Gruppe unserer Schützlinge.

Probleme vorprogrammiert
Das verstärkte Aussetzten oder die Abgabe von Tieren sind ohne Zweifel an Corona geschuldet. Während der Pandemie, wo die Menschen mehr zuhause waren, wurden mehr Tiere angeschafft als in den Jahren zuvor. Kleine Tiere wie Katzen oder Kaninchen waren besonders beliebt, weil sie einfach anzuschaffen sind und in der Wohnung oder im Außengehege gehalten werden können. Doch auch diese Tiere machen Arbeit, und kosten neben Zeit auch Geld. Im Grunde war es vorherzusehen, dass manche Besitzer ihre Tiere loswerden wollen, sobald das Leben normal verläuft. Was die Urlaubsreisen angeht, waren viele Menschen im vergangenen Jahr durch den Krieg in der Ukraine noch etwas verhalten, aber dieses Jahr spüren wir die wiedergewonnene Reiselust mit voller Wucht an den ausgesetzten Tieren.

Anschaffung von Tieren gut überlegen
Tiere sind Lebewesen und keine Gegenstände, die man einfach wegwerfen oder umtauschen kann. Die Anschaffung eines tierischen Gefährten sollte deshalb niemals spontan erfolgen, sondern immer gut überlegt sein.

Checkliste vor der Anschaffung eines Haustiers

  • Passt das Tier in meine Lebenssituation, wie möchte ich mein Leben in Zukunft gestalten?
  • Kann ich mir die Tierhaltung finanziell leisten und das ein Tierleben lang?
  • Habe ich genug Zeit, dem Tier und seinen arteigenen Bedürfnissen gerecht zu werden?
  • Wird mein Wohnumfeld dem Tier gerecht?
  • Sind alle Familienmitglieder mit der Anschaffung des Tieres einverstanden?
  • Wer kümmert sich um den tierischen Schützling, wenn ich in Urlaub fahre oder einmal krank werde?

Interessenten für einen Hund sollten sich darüber hinaus niemals von niedlichem Aussehen oder Trends leiten lassen sondern darauf achten, dass das Tier mit seinen rassespezifischen Eigenschaften und Bedürfnissen in die persönliche Lebens- und Wohnsituation passt. Denn nur so gelingt eine glückliche Hund-Mensch Beziehung.

Wer sich nach reiflicher Überlegung für ein Tier entschieden hat, findet bei uns oder in den Tierheimen der Region wirklich tolle Tiere, die sehnsüchtig auf ihr „Für immer Zuhause“ warten.

Hier geht es zu unserer Tiervermittlung

Wir freuen uns über eine Spende, die uns bei der Versorgung unserer vielen Schützlinge hilft

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