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Unser Tierheim in Corona-Zeiten: Das war – aber was kommt?

Ein rot getigertes Kitten liegt auf einer Decke aus bunten Stoffstreifen.

Ein weiteres Jahr, in dem das Coronavirus unser Leben durcheinandergebracht hat, geht zu Ende. Mit der vierten Welle stehen wir im Tierheim erneut vor außergewöhnlichen Herausforderungen.

Nach 2020, einem Jahr geprägt von finanzieller Unsicherheit, schien sich die Lage rundum Corona Mitte 2021 zu bessern, und wir durften im Juni unser Tierheim nach monatelanger Schließung endlich wieder für Besucher öffnen. Fast euphorisch waren wir, als feststand, dass unser Hundewandertag am 3. Oktober stattfinden konnte. Es war ein fröhlicher Tag mit netten Menschen und tollen Hunden, und die für den Winter vorausgesagte vierte Corona-Welle war weit weg.

Wir müssen schon wieder für Besucher schließen
Jetzt sind wir mittendrin - in der vierten Welle. Für uns im Tierheim ein Déjà -vu Erlebnis, das ein flaues Gefühl hinterlässt. Ob Futter, Sach- oder Geldspenden - seit Beginn der Corona- Pandemie können wir uns glücklich schätzen, dass dank der großartigen Hilfe zahlreicher Tierfreundinnen- und Tierfreunde stets die Versorgung unserer Schützlinge gesichert war. Doch was kommt jetzt auf uns zu? Ab dem 24.11.21 ist das Tierheim bereits wieder für Besucher geschlossen. Zwar dürften wir laut der aktuellen Corona-Verordnung des Landes NRW im Rahmen der 2G-Regelung öffnen, jedoch fehlen uns leider die personellen Kapazitäten zur Kontrolle der Nachweise. Die Versorgung unserer Schützlinge hat nun einmal oberste Priorität. Mit der Tierheim-Schließung fehlen uns nun erneut die freiwilligen Eintrittsspenden.
Viele Menschen sind momentan auch verunsichert, die finanziellen Sorgen und Existenzängste sind zurück oder immer noch da. Verständlicherweise Gründe genug, erst einmal vorsichtig zu sein mit den Ausgaben, mit den Spenden, mit denen sie unseren Tieren normalerweise helfen möchten.

Ein weißes Löwenköpfchen sitzt auf hellem Einstreu, vor einer weißen Mauer und einem hellgrauen Napf.

Adventscafé musste abgesagt werden
Unser für den 28.11. geplantes Adventscafé im Tierheim mussten wir inzwischen absagen. Die hohen Infektionszahlen lassen einen solchen Event momentan einfach nicht zu. Dabei hatte sich unsere Jugendgruppe bei den Vorbereitungen so viel Mühe gegeben, um gerade Kindern einen schönen vorweihnachtlichen Nachmittag zu bereiten. Auch unsere Tiere, die auf ein neues Zuhause warten, werden die Besucher und Adoptions-Interessenten vermissen, jetzt wo der Termin platzen muss.

Steigende Kosten für den Tierheimbetrieb
Neben den Einnahmen, die uns vermutlich wieder wegbrechen werden, bereiten uns zurzeit steigende Kosten für den Tierheimbetrieb große Sorgen. Nicht nur die Energiekosten werden höher, auch brauchen zurzeit besonders viele hilfsbedürftige Tiere unser schützendes Dach über dem Kopf. Allein 20 Katzenkinder warten momentan auf ihr eigenes Zuhause. Die Kleinen wurden von unserem Einfangteam von der Straße gerettet oder kamen als Fundtiere zu uns. Über 30 Kaninchen versorgen wir aktuell ebenfalls. Viele davon wurden ausgesetzt, sind Corona-Opfer, herzlos abgeschoben von ihren Menschen, weil das „tierische Entertainment“ mit den Corona-Lockerungen nicht mehr nötig war.

Ein weißer Labrador-Mischling sitzt auf einem Holzpodest auf einer Hundetrainingswiese.

Jedes Tier hat sein eigenes Schicksal im Gepäck
Wir helfen jedem Tier, das uns braucht – ohne Frage nach den Kosten. Über 1.200 Tiere nahmen wir in den ersten 11 Monaten des Jahres auf. Jedes für sich mit einem individuellen Schicksal im Gepäck. So z.B. Ben. Ben wohnte im Hochwassergebiet und wurde zweimal mit seiner Familie evakuiert. Mehrere Tage mussten er und seine Besitzer im Auto übernachten. Danach stand Ben´s Leben auf dem Kopf, nichts mehr war wie es einmal war. Der erst dreieinhalb Jahre alte Labrador-Mischling ist eigentlich ein liebenswerter Hund, er knuddelt und schmust gerne, mag Kinder und Katzen und vor allem seinen geliebten Garten. Doch seit den schlimmen Erlebnissen der Flut ist Ben traumatisiert. Er hat Trennungsängste und kann nicht mehr alleine bleiben. Denn dann durchlebt er die schlimmen Tage wieder und wieder, er wird panisch, bellt unaufhörlich und zerstört alles, was ihm in die Pfote kommt. Aufgrund ihrer privaten Situation blieb seinen Besitzern keine andere Wahl: Sie mussten sich schweren Herzens von ihrem Schützling trennen. Vermutlich wird es eine Weile dauern, bis Ben seine Ängste mit viel Geduld, Liebe und entsprechendem Training überwinden kann. Bis er ein neues Zuhause gefunden hat, sind unsere Mitarbeiter und Aktiven für ihn da.

Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit
Was uns das kommende Jahr nun bringt? Wir wissen es nicht und schauen mit unseren über 350 Tieren erneut einer ungewissen Zukunft entgegen. Fest steht aber jetzt schon - zumindest die kommenden Wintermonate werden nicht einfach sein. Daher unsere Bitte: Unterstützen Sie uns mit einer Spende, sollte Ihre Situation es zulassen. Nur mit der Hilfe von Tierfreunden schaffen wir es, die Versorgung unserer Schützlinge in diesen schwierigen Zeiten sicherzustellen. Jeder Euro zählt! Vielen Dank!

Unsere Tiere brauchen Ihre Hilfe!

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