SPENDENKONTO: SPARKASSE DÜREN · IBAN: DE14 3955 0110 0000 1925 00
Subscribe

Newsletter abonnieren

Bitte rechnen Sie 2 plus 9.

Tierheim-Tagebuch 3. Juni - Interview zum Veganismus und Vegetarismus

Lisa Krumm (links) und Reineke Hameleers auf dem Tierheimgelände. Im Hintergrund Schafe.

Am Gründonnerstag besuchte Reineke Hameleers von der Eurogroup for Animals unser Tierheim. Lisa Krumm führte ein Interview mit der Tierschützerin.

Ganz nach dem Motto „Donnerstag ist Veggie-Tag“ hatten wir am Gründonnerstag Besuch von Reineke Hameleers, die die CEO der Eurogroup for Animals ist, und konnten ein Interview mit ihr führen. Unter Einhaltung der Corona-Maßnahmen gab es eine Willkommensgeste mit veganem Kuchen und einer anschließenden Führung durch unser Tierheim. Neben interessanten Gesprächen hatten wir die Möglichkeit, ihr einige gezielte Fragen zum Thema Veganismus/Vegetarismus zu stellen:

1. Sind Sie selbst Veganerin oder Vegetarierin?
Ja, ich bin schon lange Veganerin. Davor war ich Vegetarierin seit ich 15 bin.

2. Gibt es ein Produkt, das Sie besonders vermissen?
Inzwischen fehlt mir nichts mehr, weil ich schon so lange keine tierischen Produkte mehr esse und es mittlerweile so viele gute Alternativen gibt. Vegane Ernährung bedeutet heutzutage eigentlich keinen Verzicht mehr. Ich weiß aber auch genau warum ich das mache, das ist es dann sowieso Wert.

3. Was ist Ihr liebstes Ersatzprodukt?
Was Milchersatz angeht mag ich am liebsten die Produkte der Marke Oatly, die trinke ich jeden Morgen in meinem Latte Macchiato. Ansonsten brauche ich auch nicht immer ein Ersatzprodukt, aber wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich Tofu und Tempeh nehmen, das mag ich beides sehr gern.

4. Was ist Ihrer Meinung nach das größte Problem am Konsum tierischer Produkte?
Ich denke das größte Problem ist die Massentierhaltung, aber ich glaube, dass hinter dem Konsum tierischer Produkte grundsätzlich schon ein kaputtes System steht. Die Tiere erleiden häufig unglaubliche Qualen und verdienen einfach ein besseres Leben mit besseren Umständen. Wir sehen da häufig nur die Landtiere, vor allem die Nutztiere, aber wir dürfen auch die Meerestiere nicht vergessen, denn auch dort gibt es viele Probleme.

5. Die Eurogroup for Animals hat sich zum Ziel gesetzt, den Konsum tierischer Produkte bis spätestens 2050 um mindestens 50% zu reduzieren. Wie genau soll das funktionieren?
Ich glaube, dass wir dazu gezwungen sein werden. Zusätzlich zu den Tierschutzaspekten, werden der Klimawandel, der Abbau der Natur und die Gesundheit der Menschen dafür sorgen, dass es einen Wandel gibt. Auch wenn diese Problematiken zeigen, dass eine grundlegende Veränderung im derzeitigen Konsumsystem notwendig ist, müssen wir uns auch weiterhin auf den Tierschutz konzentrieren. Die meisten Menschen haben gerne Haustiere um sich herum, es ist seltsam, dass bei einigen die Empathie nicht weit genug reicht, um auch andere Arten, wie Nutztiere, miteinzubeziehen. Durch die Verbreitung von Veganismus und Reduktionismus in der EU bin ich für die Zukunft jedoch sehr optimistisch.

Interview English

1. Are you a vegan or a vegetarian?
I am a vegan and have been for a long time now. I have also been a vegetarian since I was 15.

2. Which product do you miss the most? Is there even a product that you miss a lot?
I don´t really miss anything anymore, because I´ve been vegan for so long and I think there are a lot of great alternatives. There is not much to miss anymore these days when you go vegan. Besides I know why I am doing it, so it´s worth it.

3. What´s your favourite substitute product?
For a milk substitute I like Oatly the best, I use it for my Latte every morning. I don´t need substitute products all that much, but if I had to decide, I would go with tofu and tempeh, I like both a lot.

4. What do you think is the biggest problem consuming animal products?
I think factory farming is a big problem, but it is a broken system in general. The animals suffer a lot and deserve a better life with better living conditions. We usually focus on terrestrial animals, but we shouldn´t forget about fish and other marine animals who suffer similarly.

5. Your goal, or rather the goal of the Eurogroup for Animals is to reduce at least 50% of animal products by 2050, if not sooner. How do you want to achieve that?
I think we will be forced to. In addition to animal welfare concerns, climate change, degradation of nature and health issues prompt a change in behaviour and force people to reduce the production and consumption of animal products. Although these trends showcase the urgency for a complete overhaul of the current food system, we should keep focusing on compassion with animals. Most people love companion animals and really weird that some don’t include other species such as farm animals in their circle of compassion. With the rise of veganism and reductionism in the EU, I’m very optimistic about the future.

Zurück