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Vom "Fass mich nicht an" zum besten Freund

Zwei schwarz-weiße Hunde sitzen im mit Maschendrahtzaun abgetrennten Auslaufbereich des Tierheims

Arkas und Nefeli stammen ursprünglich aus Griechenland. Dort lebten sie in einem privat geführten Shelter, kamen anschließend im Herbst 2021 in ein Tierheim nach Deutschland und im April zu uns.

Die beiden Fellnasen sind Geschwister und wurden gemeinsam mit ihrer Mutter von den griechischen Straßen gerettet. Bei uns angekommen, zeigten sich die schwarz-weißen Mischlingshunde extrem schüchtern. Wobei „schüchtern“ noch beschönigend ausgedrückt ist. Arkas und Nefeli sind Hunde, die in einem Tunnel leben, aber selbst nicht so recht wissen, warum. Die Nähe von Menschen war ihnen anfangs zutiefst unbehaglich und beide suchten ihr Heil in der Vermeidung jeglicher menschlicher Kontakte. Nach ein paar Tagen des Eingewöhnens und mit Sichtkontakt zu Tierheim- Mitarbeitern und Besuchern war es dann so weit: An das Halsband kam die Schleppleine und es ging raus auf die Trainingswiese! Glücklicherweise zeigten die beiden sich im Kontakt mit ihren begleitenden Menschen nicht aggressiv. Im Gegenteil, sie hätten sich am liebsten in Luft aufgelöst. Doch alles half nichts, als Mauerblümchen im Doppelpack mussten die Hunde da nun durch. Denn mit dem Ziel einer Vermittlung in das eigene Zuhause sollten schließlich Fortschritte gemacht werden.

Ein schwarz-weißer Hund an einer langen Leine läuft über eine Wiese mit vereinzelten Gänseblümchen.

Die Welt erkunden
So vergingen einige Wochen auf der Trainingswiese, in denen Arkas und Nefeli mit großer Ruhe und sanfter Konsequenz an das Zusammenspiel Mensch & Hund gewöhnt wurden. Immer mehr Zweibeiner gesellten sich dazu und die Distanzen zwischen den Hunden und den Menschen wurden immer kürzer, sodass der nächste Schritt folgen konnte: Das Sicherheitsgeschirr wurde angezogen und für Arkas und Nefeli ging es hinaus in die weite Welt des Burgauer Waldes. Begleitet wurden die beiden dabei von wechselnden Gassi-Gehern. Nefeli zeigte sich während der Spaziergänge aufgeschlossener als ihr Bruder, der anfangs ständig versuchte umzudrehen, um zurück ins Tierheim in seine „Höhle“ zu kommen. Mit der Zeit besserte sich dies aber und Arkas fing an, seine Spaziergänge zu genießen.

Ein schwarz weißer Hund schaut aus einem großen Busch Lavendel vor einer roten Hauswand hervor.

Eigenes Zuhause für Nefeli, Büroalltag für Arkas
Nefeli, auf die eine unserer langjährigen Gassi-Geherinnen schon ein Auge geworfen hatte, konnte Ende Mai zu ihr vermittelt werden. Der Vierbeiner ist nun schon einige Monate in seinem neuen Zuhause und was das – nennen wir es Misstrauen – angeht, geht es mit langsamen Schritten vorwärts. Arkas blieb hin- und hergerissen zwischen „ich möchte gerne, aber ich traue mich nicht“. Zwecks Desensibilisierung durfte er mehrmals in der Woche der Büro-Hund sein und den verschiedensten Mitarbeitern bei der Arbeit zuschauen. Von den Menschen völlig ignoriert, bewegte er sich im gesamten Bürotrakt des Tierheimes immer freier, schnüffelte die Menschen ab und konnte sich entspannen. Auch Arkas hat mittlerweile sein eigenes Zuhause gefunden, in dem er Schritt für Schritt seinen Weg zu einem "normalen" Hund gehen darf.

V.l.: Magda Prinz-Bündgens, Sonja Haamann, Markus Wicharz, Robert Breuer.

Unterstützung von Aslans Futtertisch
Aslan‘s Futtertisch ist ein Zusammenschluss von Tierfreunden, die Spenden für Tiere in Not sammeln, um damit möglichst viele Tierschutzvereine unterstützen zu können. Markus Wicharz, der die Gruppe leitet, lernte Arkas und Nefili in Griechenland kennen und verfolgt die Geschichte der beiden seitdem ständig. In diesem Frühjahr stattete Markus den Vierbeinern, die sich im Gegensatz zu früher sogar von ihm streicheln ließen, einen Besuch im Tierheim ab. Der Tierfreund lernte dabei unseren Finanzvorstand Magda Prinz-Bündgens, den stellvertretenden Vereinsvorsitzenden Robert Breuer und die Tierschutzbeauftragte, Vorstandsmitglied Sonja Haamann, kennen.

Die drei freuten sich über ihren Gast und waren dankbar für eine Spende von 885 Euro von Aslan’s Futtertisch. Das Geld half dem Tierheim sehr bei der Versorgung der griechischen Fellnasen. Darüber hinaus konnten mit der Spende Profi-Trainingsstunden finanziert werden, die neben dem liebevollen und geduldigen Engagement der Gassi-Gehenden und den Tierheim-Mitarbeitenden sehr wichtig für die Hunde waren. Denn in beiden steckt das Potential für ein stressfreies Leben in menschlicher Umgebung.

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