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Wachteln - grausames Leben in Legebatterien

Schwarz-braun-weiß gescheckte Wachteleier

Wachteln in Legebatterien fristen ein erbärmliches Leben voller Schmerz und Stress und das nur für den menschlichen Konsum. Doch solange es keine rechtsverbindlichen Vorgaben gibt, wird sich an dieser entsetzlichen Situation nichts ändern!

Die Batteriekäfige, in denen Wachteln eingepfercht werden, messen in der Höhe gerade einmal 20 Zentimeter. Dies lässt nur eine geduckte Haltung zu, ein Ausstrecken oder Flattern ist unmöglich. Da zu viele Tiere auf engstem Raum gehalten werden, können die Tiere auch kaum umherlaufen. Auf den verschmutzen Gitterböden entzünden sich die Füße der Wachteln, die unnatürliche Körperhaltung verändert das Skelett schmerzhaft und es ist kein natürliches Verhalten, wie Picken im Gras, im Sand baden oder frische Luft atmen, möglich.

Keine verbindliche Regelung
Doch Wachteleier gelten als Delikatesse und oft gar als Superfood, daher finden sich die kleinen gefleckten Eiere mittlerweile sogar in Supermärkten und Discountern. Auch zu Ostern sind sie inzwischen ziemlich beliebt. Der Verbraucher ist der Überzeugung, dass es in Deutschland keine Legebatterien mehr gibt, und greift guten Gewissens zu den Wachteleiern im Regal. Für Hühner mag das zwar stimmen (wobei immer noch Eier aus Legebatterien über Umwege den Weg nach Deutschland finden), jedoch gibt es für die Haltung von Wachteln keinerlei rechtsverbindliche Vorgaben und die enge Käfighaltung ist weiterhin in Deutschland legal. Auch die Anzahl an Tieren selbst wird in Deutschland nicht erfasst, 2019 wurden in Niedersachen circa 55.000 Tiere gemeldet, daher ist davon auszugehen, dass in ganz Deutschland sehr viel mehr Wachteln für den menschlichen Konsum leiden.

Entsetzliche Tortur
Alle heute in der Industrie gehaltenen Wachteln stammen von der wildlebenden Japanischen Wachtel ab, die bis zu drei Jahre alt werden kann. Mastwachteln werden bereits mit vier bis sechs Wochen geschlachtet und Legewachteln aus wirtschaftlichen Gründen mit spätestens 38 Wochen. Die Tiere sind am Ende ihres kurzen Lebens psychisch und physisch am Ende. Verhaltensstörungen wie gegenseitiges Bepicken und Übereinandersteigen führen zu blutigen Verletzungen und Federlosigkeit, es kommt sogar teilweise zu Kannibalismus. Wie auch bei Legehennen führt die Zucht auf eine hohe Legeleistung oftmals zu Eileiter- und Bauchfellentzündungen und eine zunehmende Instabilität der Knochen.

Essen Sie bitte keine Wachteleier!
Nur die Abschaffung der Käfighaltung kann dieses grausame Tierleid endlich verringern. Zudem führt kein Weg daran vorbei, für eine tierschutzkonforme Haltung von Wachteln endlich verbindliche Anforderungen zu schaffen und die Eier müssen eindeutig deklariert werden. Von einem Kauf von Wachteleiern aus Käfig- oder (angeblicher) Bodenhaltung ist dringend abzuraten. Wer nicht darauf verzichten will, sollte auf Eier aus zertifizierter Biohaltung von Ökoverbänden wie Naturland oder Bioland zurückgreifen.

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