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Welttierschutztag am 4. Oktober: Staatsziel Tierschutz verpflichtet!

Eine Personengruppe mit Plakaten und eine Person im Hundekostüm fordern mehr Unterstützung für Tierheime.
Deutscher Tierschutzbund e.V.

Zum Welttierschutztag 2023 macht der Deutsche Tierschutzbund auf die dramatische Lage der Tierheime aufmerksam. Obwohl die Politik dem Staatsziel Tierschutz verpflichtet ist, werden Tiere in Not im Stich gelassen.

Bereits seit 20 Jahren steht der Tierschutz als Staatsziel im deutschen Grundgesetz. Diesem Ziel sind alle föderalen Ebenen – Bund, Länder und Kommunen - verpflichtet. Sie alle wissen um die dramatische Lage der Tierheime, handeln aber trotz unzähliger Appelle und Warnungen seit Jahren nicht.

Unter dem Motto "Staatsziel Tierschutz verpflichtet" macht der Deutsche Tierschutzbund daher anlässlich des Welttierschutztages am 4. Oktober auf die dramatische Lage der Tierheime aufmerksam. Gemeinsam mit seinen 16 Landestierschutzverbände und den mehr als 740 angeschlossenen örtlichen Tierschutzvereine mit rund 550 Tierheimen - wozu auch unser Verein zählt - fordert der Verband die politisch Verantwortlichen dazu auf, ihrer Verantwortung gerecht und endlich aktiv zu werden. Ungenügende rechtliche Rahmenbedingungen, steigende Tierzahlen durch unbedachte Anschaffungen sowie explodierende Futter-, Energie- und Tierarztkosten haben die Tierheime an ihre Grenzen gebracht.

Tierschutzpolitische Forderungen übergeben
Um auf die dramatische Lage der Tierheime aufmerksam zu machen, protestierte der Deutsche Tierschutzbund in Berlin vor dem Kanzleramt. Zwei Resolutionen mit den tierschutzpolitischen Forderungen übergab der Präsident unseres Dachverbandes, Thomas Schröder, an die Staatssekretärin im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, Silvia Bender, und an die Bundestierschutzbeauftragte Dr. Ariane Kari.

Zu den notwendigen Maßnahmen, um die Tierheime zu entlasten, gehören:

  • Eine Heimtierschutzverordnung, die unter anderem einen Sachkundenachweis für Tierhalter und die bundesweit die Kastration von Freigängerkatzen vorschreibt.
  • Eine Positivliste der Tierarten, die in privater Hand gehalten werden dürfen.
  • Ein Unterbinden des Internet-Handels mit Tieren.
  • Das unverzüglichen Auf-den-Weg-bringen und Ausstatten einer Verbrauchsstiftung für Tierheime, wie im Koalitionsvertrag versprochen, damit dringende Sanierungen und Ausbauten, etwa von Kranken- und Quarantänestationen umgesetzt werden können.
  • Die vollumfängliche Kostenübernahme der von den Tierheimen übernommenen Aufgaben für die öffentliche Hand – etwa für die Betreuung von Fundtieren oder beschlagnahmten Tieren.
  • Die Überarbeitung der unterschiedlichen Gefahrhundeverordnungen und -gesetzen in den einzelnen Bundesländern. Bestimmte Rassen werden pauschal als gefährlich vorverurteilt und deren Vermittlung für die Tierheime damit erschwert oder unmöglich gemacht. Statt an der Rasse muss die Gefährlichkeit am individuellen Tier festgemacht werden.

 

Mit seiner Kampagne „Jetzt mehr Tierschutz!“ fordert unser Dachverband die Umsetzung der tierschutzpolitischen Ankündigungen aus dem Koalitionsvertrag der Bundesregierung.  Zudem wird aufgezeigt, welche Versprechen bereits angegangen wurden und wo sich bisher nichts getan hat.

Die Kampagne "Jedes Katzenleben zählt" macht auf die leidvolle Situation der Straßenkatzen in Deutschland aufmerksam, die sich mit dem rasanten Anstieg der Population stetig verschlimmert. Hier finden Sie zusätzlich Informationen zur aktuellen Situation bei uns im Kreis Düren.

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