SPENDENKONTO: SPARKASSE DÜREN · IBAN: DE14 3955 0110 0000 1925 00
Subscribe

Newsletter abonnieren

Bitte rechnen Sie 3 plus 9.

Igeln im Herbst helfen

Ein Jungigel läuft durch Gras neben einer niedrige Beetabgrenzung aus Holzpfählen.

Um sich vor dem Winter genügend Fettreserven anzufressen, sind Igel im Herbst häufig tagsüber auf der Suche nach Futter unterwegs. Gartenbesitzer können die Tiere unterstützen.

Neben Futter suchen die Stachelträger auch ein frostsicheres Nest für die kalte Jahreszeit, die sie ab ca. Mitte November schlafend verbringen. Wenn sich das Nest im Frühjahr gegen März/April erwärmt, verlassen die Tiere es wieder.

Das Leben der Igel
Igel sind Insektenfresser. Auf ihrem Speiseplan stehen z.B. Käfer, Regenwürmer, Schmetterlingslarven und Ohrwürmer. In den wärmeren Jahreszeiten verbringen die kleinen Stachelträger ihren Tag in unterschiedlichen Nestern, die sich versteckt in Laubhaufen oder unter Sträuchern befinden. Erst in der Nacht machen sie sich auf die Suche nach Nahrung und durchstreifen dabei größere Gebiete.

Die Fettschicht, die sich die Stachelträger im Herbst anfuttern, dient sowohl als Nahrungsvorrat als auch dem Schutz vor Kälte. Futter und auch eine geschützte Unterkunft zu finden, wird jedoch aufgrund zahlreicher Gefahren und menschliche Eingriffe in Lebensraum der Tiere immer schwieriger.

Ein Igel schaut aus einem Iglu-Igelhaus heraus.

Rund ums Jahr - so können Gartenbesitzer bessere Lebensbedingungen für Igel schaffen:

  • Garten mit heimischen Pflanzen naturnah gestalten und Unterkünfte schaffen. Reisig- oder Blätterhaufen bspw., bieten mit den darin lebenden Insekten & Co. nahrhaftes Futter, eine Rückzugsmöglichkeit sowie einen Ort für den Winterschlaf.
  • Igelhäuser als zusätzliche Unterkünfte aufstellen.
  • Keine Schädlingsbekämpfungsmittel einsetzten.
  • Keine Laubsauger oder -bläser benutzen. Laubsauger können kleinere Tiere wie z.B. Jungigel einsaugen. Laubbläser pusten mit den Blättern auch die sich darin befindliche Nahrung weg.
  • Freien Durchgang zu angrenzenden Gärten ermöglichen. Dabei helfen etwa zehn mal zehn Zentimeter große Löcher in den Zäunen.
  • Hohes Gras vor dem Mähen nach Igeln absuchen. Rasen-Mähroboter nur am Tag oder besser gar nicht benutzen. Igel flüchten bei drohender Gefahr nicht, sondern verharren an gleicher Stelle und rollen sich zusammen. Das Aufeinandertreffen mit den scharfen Messern eines Mähroboters kann zu schweren Verstümmelungen und (tödlichen) Verletzungen führen.
  • Kellerschächte, Gruben und Teiche abdecken, damit sie den Igeln nicht zur Falle werden oder Ausstiegshilfen schaffen.
  • Bei hohen Temperaturen Trinkhilfen aufstellen.
Zwei Igelkinder, eines mit der Schnauze nach vorne, laufen durch Gras und Klee.

Zufütterung kann bei Jungigeln sinnvoll sein
Igel zählen zu den besonders geschützten Wildtieren. Laut Bundesnaturschutzgesetz dürfen ausschließlich kranke, verletzte oder hilflose Tiere zeitweise der Natur entnommen werden. Wer einen Igel in seinem Garten entdeckt, braucht sich erst einmal keine Sorge zu machen, denn gesunde Igel meistern in der Natur auch die Wintermonate bestens. Bei Jungigeln kann allerdings eine Zufütterung sinnvoll sein, denn die Kleinen müssen sich vor dem Winter ein Gewicht von mindestens 500 g anfressen. Als Nahrung eignet sich Katzendosenfutter, gemischt mit Haferflocken oder Weizenkleie. Zum Trinken sollte man nur Wasser anbieten, niemals Milch! Denn die darin enthaltene Laktose können die Tiere nicht verdauen. Es kommt zu Durchfall, der den Darm von Igelbabys dermaßen schwächen kann, dass Folgeerkrankungen zum Tod führen.

Diese Igel brauchen Hilfe:

  • Verletzte und unterernährte Tiere.
  • Kranke Igel. Diese laufen zumeist am Tag herum und sind apathisch und abgemagert.
  • Stark von Parasiten, wie Flöhen, Zecken oder Fliegenlarven, befallene Tiere.
  • Jungigel, die Anfang November weniger als 500g wiegen.
  • Offensichtlich verwaiste Igelsäuglinge, deren Augen und Ohren geschlossen sind und die tagsüber außerhalb ihres Nestes herumlaufen.
  • Igel, die noch bei Frost und Schnee aktiv und am Tag anzutreffen sind.

Wenn Sie einen hilfsbedürftigen Igel finden, holen Sie sich am besten Hilfe bei einem Experten, z.B bei der Igelnothilfe (Tel. 04186-8958684) oder in unserem Tierheim (02421-998550). Bitte beachten Sie stets: Falsche Hilfe kann den Tieren mehr schaden als nutzen.

Zurück

Noch mehr Interessantes:

Feuerwerk über einem Ort

Böller und Feuerwerk an und um Silvester versetzten Haus- und Wildtiere in Angst und Schrecken. Nicht nur den Tieren zuliebe, sondern auch aus Umweltschutzgründen kann man besser auf die Knallerei verzichten...

Portrait eines Rehs vor grauer, verschwommen erkennbarer Landschaft.

Mit Umstellung der Uhr auf die Normalzeit wird es im Herbst abends wieder früher dunkel. Dadurch steigt besonders im Feierabendverkehr die Gefahr von Wildunfällen. Wir geben Tipps, wie man Wildunfälle vermeiden kann....

>> Artikel-Archiv <<