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Was ist die Summe aus 4 und 5?

Vereinsamung bei Hunden verhindern

Ein Schäferhund liegt schlafen an die Lehne einer grauen Couch und eines pinkfarbenen kleinen Balles gekuschelt.

Wegen der Einsamkeit im Homeoffice während der Corona-Lockdowns schafften sich zahlreiche Menschen einen Hund an. Doch was passiert mit der Fellnase, wenn Frauchen und Herrchen wieder zurück an den Arbeitsplatz müssen?

Mit Corona kamen die Lockdowns und mit den Lockdowns Langeweile und Einsamkeit. Die Menschen blieben zuhause, ganz Deutschland wurde fit gemacht fürs Homeoffice und soziale Kontakte stark eingeschränkt.
Mehr und mehr Menschen sehnten sich nach einem Haustier, wie einfach erschien die Haltung eines Hundes, wenn Herrchen oder Frauchen von Zuhause aus arbeiten? Für einige Monate ging dieser Plan auch auf, aber in letzter Zeit kehren immer mehr Menschen an ihren Arbeitsplatz im Unternehmen zurück oder planen dies fürs Frühjahr. Was aber passiert denn jetzt mit der Fellnase, die an eine nahezu 24/7 Betreuung gewöhnt ist? Um den Berufsalltag mit Bello unter einen Hut zu bekommen, schlug die Stiftung Warentest in ihrer jüngsten Ausgabe vier Varianten vor und mit ein bisschen Vorlauf gelingt dies auch in den meisten Fällen.

1. Variante: Der Hund bleibt alleine Zuhause
Hundeverhaltensforscherin Nicole Drüschler sagt, dass ein Hund Zuwendung und Gesellschaft braucht, entweder durch Artgenossen oder Menschen. Wie lange ein Hund alleine bleiben kann, hängt von seiner Erziehung und auch seinem Charakter ab. Ruhige und ausgeglichene Hunde schaffen bis zu vier oder sechs Stunden, ein ganzer Arbeitstag von acht Stunden oder gar mehr, ist jedoch für jeden Hund zu lang. Da vor allem die in der Corona-Zeit neu angeschafften Hunde das Alleinbleiben kaum oder gar nicht kennengelernt haben, muss dieses in kleinen Schritten und mit viel Geduld trainiert werden. Begonnen werden kann damit, dass man sich von dem Tier abwendet, um ein Buch zu lesen oder den Raum verlässt und die Tür hinter sich schließt. Die nächste Stufe ist dann das Verlassen des Hauses für wenige Minuten, um zum Beispiel den Müll rauszubringen. Wenn dies alles gut klappt, kann man es mit einem Einkauf oder Arztbesuch versuchen. Am Besten ist es für das Tier, wenn man jeden Morgen zur möglichst ähnlichen Zeit das Haus verlässt und auch die Rückkehr am Nachmittag immer um dieselbe Uhrzeit zu erwarten ist. Dies bietet dem Hund Sicherheit und hilft ihm, in Abwesenheit seines Frauchens oder Herrchens Ruhe bewahren zu können.
Diese Variante kommt in Frage, wenn Sie nur für einige Stunden pro Tag weg sind oder sich zwischendurch in der Mittagspause ausgiebig um den Hund kümmern können.

2. Variante: Private Betreuung für den Hund
Wenn man Glück hat, wohnen Freunde in der Nähe, die mit dem Hund rausgehen und ihn bespaßen können. Vielleicht sind auch die eigenen Kinder groß genug, um derartige Pflichten regelmäßig zu übernehmen. Eine weitere Möglichkeit ist es, einen privaten Hundesitter über ein Nachbarschaftsportal oder einen Aushang zu suchen. Sollten sich Hund und Betreuer noch nicht kennen, empfiehlt sich eine nicht zu knapp bemessene Kennenlernzeit. Darüber hinaus sollten Sie sich ebenso sicher sein: Der Hundesitter schafft es nicht nur den Bello auszuführen sondern auch die von Ihnen dem Hund mit Aufwand und Zeit beigebrachte Erziehung aufrecht zu erhalten.
Diese Variante eignet sich für alle, die einen kurzen Betreuungsbedarf haben und ist darüber hinaus ein wichtiger „Plan B“, wenn das Alleinbleiben nicht auf Anhieb klappt.

3. Variante: Professioneller Dienstleister
Wer regelmäßig tagsüber oder sogar mehrere Tage am Stück seinen Hund betreuen lassen muss, greift am besten auf eine professionelle Hundepension- oder tagesstätte zurück. Wichtig ist hierbei, dass man sich vor Ort genau ansieht, wie mit den Hunden umgegangen wird und ob die Chemie in der neuen Gruppe auch für das Tier stimmt. Denn die Anstrengung, die von der neuen Umgebung und die Haltung mit Artgenossen ausgeht, sollte nicht unterschätzt werden. Regelmäßigkeit vermittelt dem Hund Sicherheit, daher ist es ratsam, ihn an festen Tagen in derselben Gruppe betreuen zu lassen.
Auch wenn diese Variante einige Hundert Euro im Monat kosten kann, kommen Menschen im Schichtdienst oder mit längeren Dienstreisen nicht um diese Art der Betreuung herum. So kann verhindert werden, dass das Tier nicht vereinsamt.

4. Variante: Der Hund darf mit ins Büro
Bürohunde gewinnen an Popularität, unterstützt durch mehrere Studien, die darauf verweisen, dass Fellnasen im Büro dabei helfen, Stress abzubauen und die Kreativität zu fördern. Wichtig hierbei ist, dass vertraglich festgehalten wird, dass der Hund ins Büro kommen darf und wer für eventuelle Schäden haftet. Wenn nicht bereits abgeschlossen, empfiehlt sich dringend eine Tierhalterhaftpflichtversicherung. Darüber hinaus, müssen auch die Kolleginnen und Kollegen damit einverstanden sein.
Nach Zustimmung von Vorgesetzten und Kollegen steht der Variante „Bürohund“ nichts mehr im Wege. Voraussetzung hierbei ist, dass der Hund eine gute Erziehung genossen hat und sich für einige Stunden ruhig auf seinem Platz verhalten kann.

Jederzeit wichtig: gemütlicher Rückzugsort
Um sich wohlzufühlen, benötigt der Hund einen sicheren Rückzugsort – egal ob er alleine bleibt oder mit ins Büro kommt. Da Hunde bis zu 20 Stunden am Tag schlafen, können Berufstätige diese Ruhezeit nutzen und Bello einen ruhigen Schlafplatz einrichten. Er sollte frei von Rauch, Zugluft, Staub und Lärm sein, ebenso wie zuhause. Eine dicke und vor allem waschbare Decke, vorzugsweise in einem Hundekorb mit rutschfestem und isolierendem Boden, schafft einen kuscheligen Platz für Bello. Dieser sollte sich immer gut ausstrecken können, als Richtwert kann die Länge des Hundes plus 20 Zentimeter genommen werden.
Wenn man die geeignete Variante für sich gefunden hat und dem Hund einen sicheren Schlafplatz bietet, lassen sich Berufstätigkeit und der geliebte Vierbeiner gut miteinander vereinbaren. Vereinsamte Hunde erkennt man übrigens daran, dass sie plötzlich einen Zerstörungsdrang entwickeln, vermehrt bellen und heulen oder auf einmal nicht mehr stubenrein sind. Auch Hecheln oder Zittern sind Anzeichen dafür, dass es dem Hund nicht gut geht. Achten Sie auf Ihr tierisches Familienmitglied und helfen Sie ihm dabei, sich rundum wohl und sicher zu fühlen! Und am Ende gilt: Wenn es nicht so recht klappen will mit einer der vorgenannten Varianten, ist es hilfreich sich professioneller Hilfe eines ausgebildeten Hundetrainers zu bedienen. Denn das Glück mit Bello soll ja auch in Zukunft nichts trüben.

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