SPENDENKONTO: SPARKASSE DÜREN · IBAN: DE14 3955 0110 0000 1925 00
Subscribe

Newsletter abonnieren

Bitte rechnen Sie 6 plus 7.

Wespen - kein Grund zur Panik

Großaufnahme einer Wespen, die an einem transparenten Flaschenhals sitzt.

Ob Eis, Kuchen oder Käse - sobald im Sommer unser Essen lockt, sind auch die Wespen nicht weit und machen uns das Leben schwer. Wir geben Tipps für Wespengeplagte.

Wespen können ohne Zweifel nervig sein. Vor allem im Spätsommer sind die kleinen schwarz-gelben Insekten in Scharen unterwegs. Sie stürzen sich auf Grillgut, schwimmen in der Limonade und thronen auf Eis und Kuchen.

Nützliche Bestäuber und Schädlingsvertilger
Doch die kleinen Flieger sind auch sehr nützlich. Auf der Suche nach Nektar bestäuben sie im Frühjahr Blüten. Während der Aufzucht ihrer Brut machen Wespen Jagd auf Fliegen, Mücken, Blattläuse und Co., denn proteinreiche Nahrung ist ideal für die Larven. Tierische Lebensmittel, wie z.B. Käse oder Fleisch, enthalten ebenfalls wichtiges Eiweiß für den Wespennachwuchs. Wen wundert es da, dass die Tiere uns beim Picknick im Freien gerne besuchen.

So kann man Wespen fernhalten
Am besten ist es, die kleinen Flieger erst gar nicht in Versuchung zu führen. Decken Sie ihr Essen und offene Flaschen draußen ab und räumen Sie Reste weg. Damit Wespen und andere Insekten nicht in die Wohnung kommen, kann man an Fenstern und Türen Fliegengaze anbringen. Heruntergefallenes Obst sollte im Garten sofort aufgesammelt werden. Verzichten sie auf blumig-süße Parfüms, Deos, Körperlotionen oder Haarspray, denn deren Duft zieht die kleinen Flieger magisch an. Bunte Sommerkleidung ist schön, doch auch Wespen lieben Farben…

Fernhalten kann man Wespen laut dem NABU mit einer Ablenkfütterung, ca. 5-10 m vom Ort des Geschehens entfernt. Der Verband bezieht sich dabei auf ein erfolgreiches Experiment von „Jugend forscht“, bei dem die kleinen Flieger mit überreifen Weintrauben in Schach gehalten wurden.

Großaufnahme einer Wespe, die auf einem Kuchen mit vereinzelten Früchten sitzt.

Ruhe bewahren
Wespen stechen, wenn sie sich bedroht fühlen. Panisches Herumschlagen und heftige Bewegungen sollte man deshalb vermeiden. Auch das Wegpusten der Tiere ist nicht ratsam, denn das im Atem enthaltene Kohlendioxid kann sie aggressiv machen. Auch Angstschweiß kann Angriffe auslösen.

Jeden Bissen und jeden Schluck prüfen
Wenn eine Wespe verschluckt wird, kann das böse enden. Achten Sie daher vor dem Verzehr von Speisen und Getränken darauf, dass keine Wespe darauf sitzt. Für süße Getränke kann man am besten einen Trinkhalm verwenden. Bei Kindern ist zudem nach dem Essen immer der Mund abzuwischen. Wichtig ist es auch, darauf zu achten,  dass keine Wespe in die Kleidung krabbelt und dort vielleicht gequetscht wird.

Wespennest, Nahaufnahme mit darauf drein Wespen sitzend.

Was tun bei einem Wespenstich?
Normalerweise bedeuten Wespenstiche – auch mehrere - keine Gefahr für den Menschen. Wenn Sie trotz aller Vorsichtsmaßnahmen gestochen werden, sollten Sie folgendes tun:

  • Kühlen Sie die Einstichstelle, damit die Schwellung abklingt. Man kann auch eine aufgeschnittene Zwiebel auf den Stich drücken. Die ätherischen Öle und die Verdunstungskälte lindern den Schmerz und die Schwellung.
  • Bei Stichen im Mund- und Rachenbereich oder beim Verschlucken einer Wespe, suchen Sie am besten schleunigst einen Arzt auf. Wenn möglich, kühlen Sie die Schwellung mit Eis.
  • Wespenallergiker sollten immer ein Notfallset bei sich tragen oder bei einem Wespenstich sofort einen Arzt aufsuchen.

Wespennester dürfen nur von Fachleuten umgesiedelt werden
Wespennester stellen normalerweise kein Risiko für uns Menschen dar. Sollte sich das Nest allerdings an einer kritischen Stelle befinden, dürfen Sie es von einem Experten umsiedeln lassen. Sowohl die Tiere als auch die Nester stehen unter Naturschutz und wer beim eigenmächtigen Umsiedeln oder gar Zerstören eines Nestes erwischt wird, dem droht ein Bußgeld. Informationen sowie Adressen von Fachleuten erhalten Sie bei der unteren Naturschutzbehörde des zuständigen Landratsamtes.

Zurück

Noch mehr Interessantes:

Großaufnahme einer Mücke die auf einer behaarten Haut sitzt.

Sie machen die gute Stimmung in vielen lauen Sommernächten schnell zunichte: Stechmücken! Erfahren Sie hier mehr über die lästigen Störenfriede und wie man ihren schmerzenden Stichen zuvorkommen kann. Und es stechen längst nicht alle Arten zu...

Vorderansicht eines hellbeigen Hundes, der durch ein Getreidefeld rennt.

Im Sommer zur Erntezeit lauern unzählige Grannen auf Feldern und Wiesen. Mit ihren scharfen Widerhaken können die winzigen Pflanzenteile ernsthafte Verletzungen bei unseren Vierbeinern verursachen...

Mehrere Terrakottaschalen, an denen sich Meisen aufhalten.

Lange Hitzeperioden bedeuten für Singvögel, Igel & Co. akute Gefahr zu verdursten. Wir geben Tipps, wie Sie Wildtieren mit Wasser helfen und verhindern können, dass Tiere ertrinken...

>> Artikel-Archiv <<