SPENDENKONTO: SPARKASSE DÜREN · IBAN: DE14 3955 0110 0000 1925 00
Subscribe

Newsletter abonnieren

Bitte rechnen Sie 9 plus 3.

Was mache ich, wenn ich ein Wildtier gefunden habe?

Immer wieder kommt es vor, dass Tierfreunde beim Spaziergang oder in ihrem Garten Wildtiere entdecken. Wer ein Wildtier findet, sollte zuallererst klären, ob es tatsächlich Hilfe benötigt. Dazu beobachtet man das Tier am besten eine Weile aus sicherer Entfernung. Sicher bedeutet in diesem Fall, dass man den „Findling“ oder sich nähernde Elterntiere nicht verschrecken sollte. Gut gemeinte, aber zu schnelle und unüberlegte Hilfe schadet Wildtieren mehr, als ihnen zu helfen. Ein Tier braucht jedoch immer Hilfe, wenn es verletzt ist oder es sich tatsächlich um ein verwaistes Jungtier handelt. Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um gefundene Wildtiere.

Bitte beachten Sie:
Aufgrund fehlender Kapazitäten können wir in unserem Tierheim leider keine größeren Wildtiere wie z.B. Rehe, Füchse oder Marder aufnehmen. Die Aufnahme von Wasservögeln ist aufgrund von Infektionsrisiken bei uns ebenfalls nicht möglich, dazu mehr Infos hier.

Für Fragen oder Auskunft zu Aufnahmestellen für hilfsbedürftige Wildtiere können Sie sich auch an die Wildtier-Hotline für den Kreis Düren wenden. Telefon: 0800/0060993, April bis September täglich von 7 bis 20 Uhr.

 
Junge Katzen alleine im Wald - sollte ich helfen?

Wenn Sie scheinbar verwaiste Kätzchen im Wald finden, nehmen Sie die Tiere keinesfalls sofort an sich. Es handelt sich nämlich höchstwahrscheinlich um Jungtiere von Wildkatzen. Diese sehen jungen Hauskatzen zum Verwechseln ähnlich.

Warten sie zunächst aus der Entfernung ab, ob die Mutterkatze auftaucht. Sollten Sie dazu keine Zeit haben, kommen Sie nach spätestens 12 Stunden an die gleiche Stelle zurück. Sind die Tiere noch dort, wenden Sie sich bitte schnellstmöglich an Fachleute.

Für im Kreis Düren aufgefundene Tiere stehen Ihnen als erste Ansprechpartner die Tierpflegekräfte der Wildtierhotline zur Verfügung. Die Hotline ist von April bis September unter der Rufnummer 0800/0060993 täglich von 7 bis 20 Uhr erreichbar.

Dank diverser Schutzprojekte siedelt sich die Wildkatze auch in Deutschland wieder an. Die Tiere leben scheu und versteckt in Wäldern und zeigen sich den Menschen normalerweise nicht. im Frühjahr kann es allerdings vorkommen, dass man auf verspielte Jungtiere trifft, deren Mutter gerade auf Mäusejagd ist.

Weitere Infos zu Wildkatzen finden Sie hier.

Letztes Update am 21.03.2024

 
Am Boden sitzt ein Vogeljunges. Wie kann ich helfen?

Sturmböen oder Gedränge im Nest führen manchmal dazu, dass Vogelbabys herausgeschleudert werden und auf dem Boden landen. Ist das winzige Tier noch nackt, d.h. federlos („Nestling“), ist schnelle Hilfe angesagt. Bitte nehmen sie das Küken an sich (Vorsicht: Es ist nicht nur sehr zerbrechlich, sondern könnte auch verletzt sein). Anschließend sollte das Küken warmgehalten werden (nicht zu heiß!). Bitte geben Sie dem Tier kein Wasser in den Schnabel, dies führt leider fast immer zu einer tödlichen Lungenentzündung. Holen Sie sich unbedingt zuerst telefonisch fachkundige Hilfe, bevor Sie das Tier füttern (Tierheim Düren, Tel. 02421-998550, NABU, Tel. 0179-5454870 oder Wildtierhotline Kreis Düren, Tel. 0800-0060993/Apr.-Sept. tägl. 7-20 Uhr). Zuerst muss bestimmt werden, ob das Vogelküken ein Körner- oder Insektenfresser ist. Falsches Futter kann tödlich für den Nestling sein! Schnelles Handeln ist gefragt, da die Tiere innerhalb weniger Stunden verhungern können. Nehmen Sie noch während der Erstversorgung Kontakt mit den o.g. Stellen auf. Bei Tauben kann außerdem die Kölner Taubenhilfe e.V. (Tel. 0177-4041067) beraten.
Wenn das Vogeljunge bereits befiedert ist, werden die Elterntiere es unter Umständen an einen gesicherten Ort (z.B. unter Sträuchern) bringen und sich weiterhin darum kümmern. Hier gilt: Das Tier zunächst beobachten und erst bei Bedarf helfen! Bitte beachten Sie, dass die Elterntiere womöglich länger auf Futtersuche sind und nur alle paar Stunden zurückkommen um ihr Junges zu füttern. Gleiches gilt für so genannte „Ästlinge“, die häufiger allein auf Ästen oder am Boden angetroffen werden. Ästlinge haben ihr Nest naturgemäß bereits verlassen und sind voll befiedert. Während sie erste Flugversuche unternehmen, werden die Jungvögel von ihren Eltern beobachtet und ebenfalls versorgt. Sie sind in der Regel nicht hilfsbedürftig.

Ausnahme: Mauersegler!
Ein noch flugunfähiger Mauersegler, der am Boden sitzt, ist immer auf menschliche Hilfe angewiesen. Der Grund: Mauersegler füttern ihre Jungen niemals außerhalb der Nisthöhle. Somit ist ein Eingreifen hier gerechtfertigt und notwendig.
Hilfsbedürftige Mauersegler gehören in die Hände von Experten. Als Erstversorgung kann man das Tier vorsichtig in einen mit Handtüchern und Küchenpapier ausgelegten Pappkarton setzen. Vogelkäfige oder andere Behältnisse eignen sich nicht, da sie das Gefieder der empfindlichen Tiere verletzen. Dem Mauersegler einige Tropfen Wasser geben, die man mit dem Finger an den Schnabelrand streicht. Kein Trinken oder Fressen erzwingen und nicht versuchen, den Schnabel gewaltsam öffnen. Unter den oben genannten Rufnummern erhalten Finder telefonisch Hilfe sowie Auskünfte zu möglichen Pflegestellen.

Selbst wenn ein junger Mauersegler fast schon fliegen kann, ist ein Start vom Boden extrem schwierig für ihn. Zudem verletzen sich manche Jungsegler bei dem Sturz und sind nur überlebensfähig, wenn sie medizinische Hilfe bekommen. Mit befiederten, flugunfähigen Mauerseglern muss man ab Mitte Juni rechnen. Flügge Jungtiere trifft man ab ca. Anfang Juli an.

Ein Grund für die "Nestflucht" ist extreme Hitze. In ihren Nestern direkt unter Dächern können die Temperaturen im Sommer enorm ansteigen. Auf der Suche nach Abkühlung drängen die Tiere sich an die Fluglöcher ihrer stickigen Nisthöhlen und stürzen dabei in vielen Fällen ab.

Letztes Update am 21.06.2023

 
Was mache ich, wenn ich ein Eichhörnchenjunges gefunden habe?

Verwaiste Eichhörnchenkinder laufen oft Menschen hinterher, dies ist ein natürlicher Instinkt und kein Anzeichen für Tollwut. Das Tier benötigt in diesem Fall Hilfe. Wer ein sehr kleines Tier findet, das eventuell noch die Augen geschlossen hat oder sogar nackt ist, muss schnell handeln. Während Sie das Tier warmhalten, sollten Sie sofort die Wildtierhotline des Kreises Düren (Tel.: 0800/0060993, Apr.-Sept. tägl. von 7-20 Uhr), unser Tierheim (Tel.: 02421-998550) oder den NABU (Tel. 0179-5454870) kontaktieren.

Ausführliche Informationen, z.B. zur Erstversorgung von Hörnchen-Findelkindern finden Sie hier.

Letztes Update am 27.10.2022

 
In meinem Garten hält sich tagsüber ein Igel auf. Braucht das Tier Hilfe?

Besonders junge Igel sind auch zu unüblichen Zeiten unterwegs um genügend Futter zu finden. Macht der Igel einen fitten und gesunden Eindruck, können Sie ihn täglich mit etwas hochwertigem Katzenfutter und Wasser (keine Milch!) unterstützen. Wirkt der Igel kränklich oder mager, ist er verletzt oder humpelt, braucht er Hilfe. Wenden Sie sich in diesen Fällen bitte an die Wildtier-Hotline für den Kreis Düren (Tel. 0800/0060993, Apr.-Sept. tägl. von 7-20 Uhr).

Letztes Update am 27.05.2022

 
Ich habe am Straßenrand ein angefahrenes Rehkitz entdeckt. Was kann ich machen?

Bitte wenden Sie sich sofort an einen Tierarzt oder eine Tierklinik. Nicht immer ist bei uns im Tierheim ein Tierarzt vor Ort und das Tier verliert wertvolle Zeit!

Letztes Update am 21.04.2022

 
Ein junger Feldhase sitzt schon seit Stunden alleine im Gras. Braucht er Hilfe?

Bitte beachten Sie, dass Wildkaninchen und Feldhasen oft nur 1-2 mal am Tag von der Mutter aufgesucht und gesäugt werden. Dass die Jungen „sich selbst überlassen sind“ ist normal. Die Tiere sollten nur aufgenommen und angefasst werden, wenn sie kränklich oder mager wirken.

Bitte versuchen Sie zunächst herauszufinden, ob es sich um einen Feldhasen oder ein Wildkaninchen handelt. Feldhasen brauchen keine Wärmequelle, sie überhitzen schnell und trocknen aus! Handelt es sich um ein Wildkaninchen, sollte es in einer Box mit Handtüchern und einer Wärmflasche gesichert werden. Man kann versuchen dem Tier ein paar Tropfen Wasser oder verdünnten Fenchel- oder Kamillentee anzubieten, allerdings nicht unter Zwang einflößen, da die Tiere sich schnell verschlucken können (Gefahr einer Lungenentzündung). Bitte nehmen Sie noch während der Erstversorgung Kontakt mit der Wildtier-Hotline für den Kreis Düren auf (Tel. 0800/0060993, Apr.-Sept. tägl. von 7-20 Uhr).

Wenige Wochen alte Feldhasen haben ein krauses Fell in unterschiedlichen Brauntönen. Ihre Iris ist bernsteinfarben und die Ohren sind an der Spitze schwarz. Das Fell kleiner Wildkaninchen ist einfarbig graubraun und wenig strukturiert. Die Ohren sind ebenfalls einfarbig graubraun und die Iris ist schwarzbraun.

Letztes Update am 27.05.2022