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Nisthilfen für Mauersegler und Mehlschwalben

Junge Mehlschwalben im Nest
pixabay.com

Bald kehren die Mauersegler und Mehlschwalben aus ihren Winterquartieren zurück. Leider finden die faszinierenden Flugkünstler bei uns kaum noch Brutmöglichkeiten. Wir sollten Sie mit Nisthilfen unterstützen.

Wenn wir das schrille Rufen der Mauersegler hören, ist der Sommer nicht mehr fern. Jährlich gegen Ende April/Anfang Mai kehren die Vögel aus ihren Winterquartieren im Süden zurück nach Deutschland. Sie bauen bei uns ihre Nester, brüten ihre Eier aus und ziehen die Jungen groß, bevor sie uns meist im Oktober wieder verlassen. Auch Mehlschwalben sind Zugvögel, die nur in den warmen Monaten bei uns leben. Wie die Mauersegler auch, leben sie hauptsächlich in der Luft und fangen dort auch ihre Nahrung in Form von Insekten. Obwohl beide Vögel auf den ersten Blick sehr ähnlich erscheinen, sind sie nicht miteinander verwandt. Die Mehlschwalbe zählt zur Familie der Schwalben und der deutlich größere Mauersegler ist mit dem exotischen Kolibri verwandt.

Kaum noch Nistmöglichkeiten
Mauersegler bauen ihre Nester in Mauerlöchern, Nischen im Dach oder anderen Hohlräumen an Gebäuden. Mehlschwalben bevorzugen zum Nisten Hauswände unter Dachvorsprüngen. Dort waren die Tiere in der Vergangenheit auch gern gesehene Gäste: „Wo die Schwalbe ihr Nest baut, bringt sie den Bewohnern des Hauses Glück und Frieden“ hieß es lange Zeit. Inzwischen jedoch hat sich das Blatt gewendet und Mehlschwalben und Mauersegler finden in der Bevölkerung stets weniger Akzeptanz. Viele Menschen stören sich am Kot der Tiere, der Verschmutzungen an Fenstern und Fassaden verursacht, und schlagen die Nester einfach ab. Doch damit machen sie sich strafbar. Denn Mauersegler und Mehlschwalben sind geschützte Tierarten, das zerstören und beschädigen ihrer Nester ist nach dem Bundesnaturschutzgesetzt verboten. Das Verbot gilt übrigens auch, wenn das Nest während der kalten Monate vorübergehend unbewohnt ist. Neben dem mutwilligen Zerstören der Nester trägt vor allem aber unsere moderne Bauweise ohne Öffnungen und Nischen dazu bei, dass stets mehr Brutraum für die Vögel verlorengeht. Hinzu kommt ein Mangel an „Baumaterial“ für die Nester, in der Hauptsache fehlt es den Tieren durch die vielen versiegelten Flächen an Lehm.

Vögel beim Nestbau unterstützen
Diesen Sommer werden wir uns wieder an den gefiederten Flugkünstlern erfreuen können, aber wie lange wird dies noch so sein? Der Bestand an Mauerseglern ist rückgängig und Mehlschwalben werden in der Vorwarnliste der Roten Liste der Brutvögel bereits als gefährdet eingestuft. Damit die faszinierenden Tiere uns nicht verlorengehen, müssen wir sie dringend beim Nestbau unterstützen. Dazu kann man künstliche Nisthilfen einsetzten, die man in den Shops vieler Naturschutzorganisationen aber auch im Zoofachhandel bekommt. Mit ein bisschen handwerklichem Geschick lassen sich Nisthilfen natürlich auch selber bauen. Entsprechende Bauanleitungen gibt es z.B. beim Nabu oder beim BUND, entweder online als pdf oder per Post gegen eine geringe Gebühr.

Mauersegler
A. Wedel/pixelio.de

Nisthilfen für Mauersegler
Als Nisthilfe für Mauersegler eignet sich ein rechteckiger Holzkasten mit einem ovalen Einschlupfloch an der Vorderseite. Da die Vögel in Kolonien brüten, empfiehlt es sich, mindestens drei Kästen nebeneinander anzubringen. Die Kästen sollten in mindestens sechs Metern Höhe mit freier An- und Abflugmöglichkeit aufgehängt werden, auch der Flugraum unter dem Kasten muss frei sein. Idealerweise bringt man die Nisthilfen unter der Dachrinne an, aber auch Fensternischen oder überdachte Balkone sind geeignete Stellen. Wichtig ist auch: Mauersegler kehren zum Brüten immer an die gleiche Stelle zurück. Die angestammte „Wohnung“ sollte deshalb jährlich Mitte April einzugsbereit sein. Da Mauersegler an ihrem Brutplatz keinen Dreck hinterlassen, kommt es nicht zu Verschmutzungen am Haus.

Nisthilfen für Mehlschwalben
Auch Mehlschwalben benötigen mehrere Nisthilfen, da sie - genau wie die Mauersegler - Koloniebrüter sind. Als Nistplatz empfehlen sich Kästen aus Holz, aber auch künstliche Nester aus einer Sägemehl-Gips-Mischung, die auf einem gewinkelten Holzbrett befestigt sind. Zum Schutz vor Fassadenverschmutzung kann etwa 30-50 cm unter der Nisthilfe ein ungefähr 25 cm breites Kotbrett angebracht werden. Nisthilfen für Mehlschwalben sollten in mindestens vier Metern Höhe hängen und frei anzufliegen sein. Die Größe des Dachüberstands sollte 30-100 cm betragen.

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