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Wir suchen Futterhelden

Der scheue Kater Bonn braucht ein teures Spezialfutter

Viele unserer Tierheim-Schützlinge benötigen aufgrund von Krankheiten oder Futterunverträglichkeiten teures Spezialfutter. Bitte helfen Sie uns bei der Versorgung dieser liebenswerten „Spezialisten“. Werden Sie ein Futterheld!

Tuska, Paco, Bonn und Taiga, sind einige unserer Schützlinge, die eine sehr teure spezielle Ernährung benötigen. Allein die Schonkost von Kater Bonn, der an Diabetes leidet, kostet uns im Monat ca. 120 Euro. Hinzu kommen die Kosten für die medizinische Behandlung und das Insulin. Bonn ist erst zwei Jahre alt und kam ins Tierheim, weil sein Zuhause nahe Jülich den Baggern des Tagebaus zum Opfer fiel. Seinem Leben als Streuner wurde damit zum Glück, muss man aus gesundheitlicher Sicht sagen, ein Ende gesetzt. Als unsere aufmerksame Tierheim-Tierärztin Dr. Dorothea Krings den Diabetes als „Übeltäter“ für Bonns Leiden fand, war die Erleichterung unter allen Beteiligten groß. Was bleibt, ist die Sorge um die hohen Kosten.

Wegen seiner Farbe hat Bullterrier Paco extrem empfindliche Haut

Zwei Schicksale auf einmal
Mit den Fellnasen Tuska und Paco meint es das Leben gleich doppelt schwer. Tuska, eine American-Staffordshire-Mix Hündin und Paco, ein kastrierter Bullterrier, fallen laut Landeshundegesetz NRW unter die Kategorie „gefährliche Hunde“. Und das allein aufgrund ihrer Rasse! Außerdem haben beide ein weißes Fell, welches besonders anfällig für Hautprobleme ist. Damit sie keine Ekzeme und Hautkrankheiten entwickeln, sind die beiden auf Schonkost und getreidefreies Futter angewiesen. Diese „Extrawurst“ ist leider sehr viel teurer als das normale Futter der anderen Hunde. Darüber hinaus ist es schwer, ein neues Zuhause für die beiden zu finden. Denn mögliche Interessenten schrecken neben den hohen behördlichen Auflagen auch die hohen Futterkosten ab. Nichtsdestotrotz warten Tuska und Paco Tag für Tag im Tierheim geduldig auf ihre zweite Chance im Leben.

Die kleine Taiga wurde krank gefunden

Taiga machte große Sorgen
Geduldig auf ihr „Für-immer-Zuhause“ wartet auch die kleine Taiga. Taiga ist ein Hermelin-Kaninchen und kam als Fundtier von einem Supermarktparkplatz zu uns. Die Kleine wurde damals von Milbenbefall und Durchfall geplagt. Außerdem waren ihre Augen und Ohren entzündet. Nach erfolgreicher medizinischer Behandlung war es allein der Durchfall, der blieb. Alle Behandlungsversuche scheiterten. Erst eine komplette Umstellung des Futters schaffte Abhilfe. Jetzt mümmelt Taiga mit großem Appetit getrocknete Kräuter und ab und an eine Nuss. Die Kräuter sind ein teures Unterfangen, doch was bleibt den Pfleger*innen übrig? Genau wie allen anderen Schützlingen soll es auch Taiga während ihres Aufenthalts im Tierheim gut gehen.

Werden Sie ein Futterheld!
Tuska, Paco und die anderen liebenswerten Spezialisten unter unseren Tieren haben sich ihr Schicksal nicht ausgesucht. Wenn wir als verantwortungsvolle Menschen ihnen nicht helfen, müssen sie leiden. Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer Spende oder mit einer Futterpatenschaft. Werden Sie ein Futterheld! Eine Futterpatenschaft können Sie z.B. bereits ab 5,- Euro monatlich übernehmen. Im Namen der Tiere sind wir Ihnen schon jetzt ganz herzlich dankbar!

Bitte helfen Sie unseren liebenswerten "Spezialisten" - werden Sie ein Futterheld!

überregional

Haustiere nicht im Internet kaufen

Welpe schaut traurig
pixabay.com

Im Internet werden zahlreiche Haustiere wie Waren zum Kauf angeboten. Viele Anbieter sind dabei nicht seriös und Tierleid wird in Kauf genommen. Was zählt, ist der Profit.

In Internetportalen wie Ebay-Kleinanzeigen und Kalaydo werden Hunde, Katzen, Kaninchen und Co verkauft wie Kleidung oder Elektrogeräte. Kulleräugig und niedlich schauen die Tiere uns von den Fotos an. Geschichten und Bilder von Tieren in Not, die angeblich aus dem Tierschutz stammen, erregen unser Mitleid. Vor allem für dubiose Händler bzw. Vermehrer sind die Plattformen gute Handelsplätze, denn einmal durch die „Macht der Bilder“ gefangen, kann kaum ein Tierliebhaber dem Kauf widerstehen. Die Folge sind Spontankäufe, die das Tierwohl massiv gefährden. Einen guten Züchter, der evtl. bei einem Dachverband eingetragen ist, sucht man in den Verkaufsportalen zumeist vergebens.

Das schnelle Geld mit Tierleid verdient
Die Händler haben nur ein Ziel: Sie wollen schnell Profit machen, ihre Haushaltskasse aufbessern und den Kontakt zu den späteren Tierhaltern möglichst geringhalten. Der Grund: Viele der Tiere, z.B. solche, die aus dem osteuropäischen Raum kommen, haben keine vollständige tierärztliche Versorgung erhalten. Sie werden zumeist unter tierschutzwidrigen Bedingungen gezüchtet. Die Mutterhündinnen und Deckrüden leben meist in Verschlägen, ohne jegliche menschliche Zuwendung. Die Muttertiere werden als Gebärmaschinen missbraucht, ihre Welpen bekommen sie viel zu früh abgenommen. Die frühe Trennung von der Mutter schwächt das Immunsystem der Kleinen. Weil Impfungen und Parasitenbehandlungen fehlen, erkranken viele Welpen nach dem anstrengenden Transport kurz nach dem Verkauf ernsthaft. Ob ein Tier bereits bei der Besichtigung krank ist, ist für den Laien manchmal nur schwer erkennbar. Die Tierarztkosten, die in der Folge für den Käufer entstehen, sind nicht selten enorm. Vor dubiosen Verkäufern sollte uns schon der gesunde Menschenverstand warnen: Wenn der Händler sich mit dem Tierkäufer etwa auf einem Parkplatz treffen will, darf es nur noch einen Rückzieher geben. 

Vorsicht bei Tieren aus dem Ausland
Auch werden auf den Plattformen Tiere angeboten, die von angeblichen Tierschutzorganisationen aus dem Ausland stammen. Ob das wirklich stimmt, wird aus den Anzeigen und Vermittlungsgesprächen nicht immer deutlich. Einen Hund aus dem Ausland haben zu wollen, ist natürlich legitim. Sicher gibt es auch zahlreiche seriöse Organisationen, die nur das Beste für ihre Tiere wollen. Doch die vielen „schwarzen Schafe“ zu erkennen, die nur unter dem Deckmantel des Tierschutzes arbeiten, ist für den Laien meist schwer möglich. Die Tiere werden wie aus dem Katalog auf „Bestellung“ nach Deutschland vermittelt, entweder direkt zu ihren neuen Besitzern oder zunächst für kurze Zeit in eine Pflegestelle. Eine Möglichkeit, den neuen Schützling kennenzulernen, zu sehen ob er gesund ist und zu den Familienmitgliedern und evtl. vorhandenen Haustieren passt, besteht dabei meist nicht. Und wenn, dann findet häufig nur ein einmaliger Besuch oder vielleicht ein Spaziergang mit dem Tier statt. Dies ist nicht zu vergleichen mit den enormen Bemühungen seriöser Züchter oder Tierheim-Mitarbeiter*innen, denen immer an einer perfekten Mensch-Tier Kombination gelegen ist. Statt über das Internet sollten Interessenten sich ihren ausländischen Schützling in spe besser vor Ort aussuchen und in aller Ruhe kennenlernen, z.B. während eines Urlaubs.

Fehlkäufe werden zum Wanderpokal
Beim Kauf von Tieren über das Internet ist die Chance groß, dass die Chemie zwischen Tier und Besitzer nicht stimmt oder die neuen Besitzer mangels Aufklärung mit dem neuen Hausbewohner nicht fertig werden. Die Folge: das Tier wird weitergegeben, im schlimmsten Fall einige Male, vielleicht erneut über das Netz. Es wird zu einem Wanderpokal, der am Ende seiner traurigen Odyssee oft doch noch im Tierheim landet.

Internethandel muss verboten werden
Um den illegalen Haustier-Handel, skrupellose Tierquäler sowie vermeintliche Tierschützer nicht zu unterstützen, verbietet es sich von selbst, ein lebendes Wesen über Online-Marktplätze zu kaufen. In unserem Nachbarland Österreich ist der Internethandel mit Tieren seit 2017 verboten. Ausschließlich Personen oder Organisationen mit Genehmigung dürfen dort Tiere öffentlich zum Kauf anbieten. Ein Gesetz, wie wir es zum Schutz der Tiere auch in Deutschland fordern.

Was länger währt wird gut 
Bei uns im Kreistierheim kümmern sich unsere professionellen Pfleger*innen um eine Vermittlung, die sowohl dem Tier als auch seinem neuen Besitzer gerecht wird. Bis Interessenten das ausgesuchte Tier mitnehmen dürfen, dauert es deshalb eine Weile. Wer einen Hund adoptieren möchte, muss z.B. erst ein paar Mal mit ihm Gassi gehen. Dabei kann die ganze Familie das neue Familienmitglied kennenlernen. Erst wenn deutlich ist, dass alles „passt“, darf das Tier in sein neues Zuhause einziehen. Interessenten, die sich kurz vor den Weihnachtsfeiertagen melden oder gar ehrlich sagen, dass sie ein Tier verschenken möchten, werden allerdings auf nach Weihnachten vertröstet. Nicht immer stoßen wir dabei auf Verständnis, doch die Rücklaufquote unserer Tiere zeigt, dass wir richtig handeln: Diese nämlich- ist nahezu Null.

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